LASK-Torjäger Ljubicic: Für ihn wechselt Kühbauer sogar die Sprache

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Der 20-Jährige Marin Ljubicic wurde beim LASK erst zum Goalgetter, dann zum Rekordmann und spricht über den Druck von rund 2,9 Millionen Ablöse.

Marin Ljubicic hatte einen perfekten Start. Aufgewärmt wurde mit drei Toren im Cup, dann folgten sechs Volltreffer in den ersten drei Ligaspielen. „Ich wurde aufgenommen, als wäre ich schon jahrelang da – deswegen habe ich mich sofort wohlgefühlt“, erzählt der erst 20-jährige Kroate. „Das ist meine Erklärung für den starken Beginn. Nach meiner Roten Karte in der achten Runde hatte ich aber etwas Probleme“, ergänzt der Stürmer beim KURIER-Gespräch in Belek selbstkritisch.

Dabei war es kein Durchbruch mit Ansage: In Split war das Talent noch kein Goalgetter. Eigentlich wurde Efthymios Koulouris als Stammkraft um eine Million Ablöse gekauft. „Aber ich wurde schon vor Efthymios verpflichtet und konnte mich beim Trainer empfehlen.“

Der Grieche kam mit einem Treffer nicht mehr über die Joker-Rolle hinaus. Während Ljubicic neunmal in der Liga gejubelt hat. „Koulouris ist aber großartig. Natürlich gibt es eine gesunde Rivalität, aber wir pushen uns gegenseitig wie Freunde“, nimmt der Kroate den Konkurrenten gar in Schutz.

Die „Balkan-Boys“

Vor der Leihe nach Linz war Ljubicic auch Rapid angeboten worden – die Hütteldorfer entschieden sich für die Rückholung von Guido Burgstaller. Es sollten beide Klubs damit glücklich werden. Ein Grund dafür sind die „Balkan-Boys“, wie sie Ljubicic in exzellentem Englisch nennt. „Wir haben fünf Spieler mit Wurzeln am Balkan, machen die ganze Zeit Späße und fühlen uns sehr wohl.“

So kommt auch kein Heimweh auf: „Dabei war ich davor nie weg von daheim.“

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Marin hat mitbekommen, dass er in kurzer Zeit der dritte Ljubicic mit starken Leistungen in der Liga ist: „Ich kannte Dejan und Robert davor nicht, sie sind sehr stark. Eigentlich ist Ljubicic kein besonders häufiger Name.“

Dass Didi Kühbauer auch seinen dritten Schützling mit diesem Namen sehr schätzt, liegt nicht nur an den Toren: „Ich denke immer ans Team, da geht es um das Anlaufen und die Defensive. Die Tore kommen erst danach.“

Gesprochen wird im Training Deutsch („einer der Balkan-Kollegen übersetzt“), wenn Kühbauer Ljubicic persönlich anspricht, „denkt er an mich und wechselt auf Englisch.“

Jetzt denkt der U-21-Teamspieler auch öfters an die Ablöse. Der LASK hat die Kaufoption gezogen, Ljubicic wurde um rund 2,9 Millionen der Rekordmann: „Der LASK hat viel Geld in die Hand genommen. Ich übe auf mich selbst den größten Druck aus und will meinen Ansprüchen genügen. Aber ja, die Ablöse ist schon auch mit Druck verbunden.“

Bleibt noch eine Frage: Warum ist das kleine Kroatien dermaßen erfolgreich? „Vielleicht sind wir einfach talentierter als andere“, sagt Ljubicic und lacht. „Oder weil sich unsere Spieler bei den Top-Klubs durchsetzen und diese Erfahrung dann auch bei einer WM nutzen.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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