Preisgeld, Comeback, Doping, Allergie: Über was in Wimbledon gesprochen wird

Sport

Harmony und Joint. Im ersten Gedankengang eine feine Kombination für Menschen, die gerne in andere Sphären eintauchen. In diesen befindet sich mit Serena Williams die beste Spielerin der Geschichte, startet sie nun nach Versuchen im Doppel in Wimbledon auch ein Comeback im Einzel.

Das Comeback 

Und die erwähnten Namen zuoberst enthalten keine Wohlfühltherapie. Das sind die Namen der bisher letzten Gegnerin der 44-jährigen US-Amerikanerin in Wimbledon und jener der nächsten Kontrahentin. 2022 betrat die 23-fache Grand-Slam-Siegerin das bislang letzte Mal in offizieller Mission den Boden im Rasen-Mekka und verlor gegen die Französin Harmony Tan. Und heuer trifft die ehemalige Nummer eins auf die Australiern Maya Joint. Die Erfolge von Harmony und Joint sind übrigens überaus überschaubar.

Wer nach der 1. Runde länger bleiben darf, steht noch nicht fest. Serena Williams ist körperlich in Topform, aber war vier Jahre weg. Der Deutsche Michael Stich, der 1991 in Wimbledon triumphiert hatte, sieht das Comeback von Serena Williams beim Rasenklassiker in London kritisch. „Sie hat eine unfassbare Karriere, das steht außer Frage. Aber warum muss sie wieder spielen? Ich krieg’s in meinen Kopf nicht rein. Sie hat keine Chance auf den Titel.“

Causa Doping

Der Name des Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner tauchte in einem anderen Zusammenhang zuletzt auf. Und zwar in Verbindung mit Marketa Vondrousova. Die Tschechin wurde jüngst wegen einer verweigerten Dopingprobe zu vier Jahren Sperre verdonnert. Die Tenniswelt ist in Aufruhr. Tenor der Kritiker: Während der Italiener wegen eines positiven Tests im Vorjahr drei Monate gesperrt wurde und sich den Zeitraum sogar aussuchen konnte, muss Vondrousova 16 Mal so lange zusehen. Weil dieser Vorfall von einem Kontrolleur gemeldet wurde, der sich laut der Wimbledon-Siegerin von 2023 nicht einmal ausweisen konnte. Kritiker verlangen nun Reformen.

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Zum Sportlichen: Titelverteidiger Sinner ist nach der Absage von Carlos Alcaraz der absolute Favorit, auch wenn der 25-Jährige ohne Rasenvorbereitung kommt. Zumindest ist er aber nach dem Paris-Desaster (Aus in Runde zwei wegen körperlicher Probleme) ausgeruht.

Rasen-Allergie

Mit seinem ersten Grand-Slam-Titel im Gepäck reist Alexander Zverev voller Selbstvertrauen nach Wimbledon. Doch aufgepasst: Der Deutsche kam in Wimbledon noch nie über das Achtelfinale hinaus, er scheiterte im Vorjahr gar in Runde eins am Franzosen Arthur Rinderknech. Dieser Tage gestand Zverev im Vorfeld: „Ich habe eine Rasenallergie“.

Frage des Geldes

Der Streit um das Preisgeld geht nach den Protesten bei den French Open auch in Wimbledon weiter. Einige Stars wollen ihre vertraglich vereinbarten Medienverpflichtungen auf 15 Minuten beschränken. Die Sieger bekommen übrigens umgerechnet 4,16 Mio. Euro, in Paris waren es noch 2,8 Millionen. Das Preisgeld beim Rasenklassiker wurde zudem um 20 Prozent angehoben.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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