
Nach Girona, nahe Barcelona, sind die Rapidler geflogen. Danach folgte eine dreistündige Busfahrt rauf ins heiße Andorra de Vella, in die mit über 1.000 Höhenmetern höchstgelegene Hauptstadt Europas.
Die Anreise zum Hinspiel der zweiten Quali-Runde zur Conference League war ungewöhnlich, auch das Spiel gegen Santa Coloma (19.00 Uhr) wird es sein: Auf die Wiener und 350 mitgereiste Fans wartet im Estadi Nacional ein Kunstrasen.
Drei Kameras, 15 Euro als Preis
Ungewöhnlich wird auch die Übertragung sein. Die Andorraner haben die Rechte an eine Agentur verkauft, die nicht auf eine TV-Übertragung setzt, sondern auf einen Livestream als Bezahlmodell. Obwohl es nur drei Kameras gibt, verlangt SolidSport 15 Euro.
Immerhin konnte Rapid für Mitglieder und Abonnenten eine Ermäßigung (9 Euro) vereinbaren.
Mehrere Warnungen
Was es zu sehen geben wird?
„Eine Mannschaft, die sich am spanischen Stil orientiert, und einige Spieler, die in einer stärkeren Liga aufzeigen könnten. Das hat mich überrascht“, sagt Trainer Johannes Hoff Thorup.
Als Warnung sollten auch die Ergebnisse 2025 dienen: Santa Coloma besiegte Banja Luka 4:1 (Rapid musste vier Monate zuvor in die Verlängerung) und Polissya aus der Ukraine mit 2:1.
„Trotz allem: Auf zwei Spiele gesehen, müssen wir uns durchsetzen“, betont Hoff Thorup.
Kunstrasen verändert Aufstellung
Dessen Landsmann Tonni Adamsen hat Erfahrung auf Kunstrasen und wird sein Pflichtspieldebüt geben. Bei anderen Stammspielern überlegt Hoff Thorup: „Dieser Kunstrasen wirkt langsam, er verändert das Spiel. Wir müssen die dafür richtige Elf wählen.“
Adamsen und Kara als „Waffe“?
Eine neue Variante hat dem Coach gegen den HSV gefallen: „Es war gut, zu sehen, wie Ercan Kara ganz vorne und Adamsen etwas dahinter funktionieren. Diese Kombination kann im Lauf der Saison auch eine Waffe für uns werden.“
Sicher spielen wird Yusuf Demir, der am Sonntag im Cup gegen Wienerberg dann noch einmal gesperrt fehlen wird.
Hoff Thorup: „Yusi ist auf einer Mission, um es allen zu zeigen.“
Der jüngere Bruder von Yusuf, Furkan Demir, schaffte es hingegen so wie Moritz Oswald vorerst nicht in den Matchkader. Der Konkurrenzkampf ist aktuell hart wie noch selten zuvor.
Source:: Kurier.at – Sport



