Zverev im Einsatz: „Steht unter größerem Druck als jemals zuvor“

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Die ehemalige deutsche Weltklassespielerin und dreifache Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber bringt es auf den Punkt: „Wenn er verliert, dann hauen alle drauf. Wenn er gewinnt, dann feiern alle.“ Ihr Landsmann Alexander Zverev steht in der Pole Position, kann am Mittwochnachmittag mit einem Viertelfinalsieg über den Spanier Rafael Jodar den ersten von drei notwendigen Siegen zum ersten Grand-Slam-Titel feiern. Den Druck, der vor allem in der eigenen Heimat herrscht, kennt der 29-Jährige.

„Ich komme aus Deutschland, da ist es eben so, dass du hochgejubelt wirst, aber auch schnell tief fallen gelassen wirst.“

Alexander Zverev

 „Ich komme aus Deutschland, da ist es eben so, dass du hochgejubelt wirst, aber auch schnell tief fallen gelassen wirst. Das ist bei uns so, auch in England. In den USA ist dies anders, da bist du immer ein Hero“, sagte Zverev im Vorjahr in einem KURIER-Gespräch. 

Zverev hört und liest sie auf den Satz dieser Tage: „Jetzt oder nie!“ Nach der verletzungsbedingten Absage von Carlos Alcaraz und den Niederlagen von Jannik Sinner und Novak Djokovic ist der Hamburger der klare Favorit auf den Titel bei den French Open. Doch immer wieder wird Zverev auch in diesem Zusammenhang an das Scheitern erinnert. 2020 verlor er nach klarer Führung im US-Open-Finale gegen Dominic Thiem, bei den French Open fehlte 2024 nur noch ein Satz gegen Alcaraz auf den Triumph, nur bei den Australian Open 2025 gegen Sinner war er in seinem dritten Slam-Finale chancenlos. 

Zverev will sich nicht beirren lassen, den Druck nicht zu stark werden lassen. „Ich denke von Spiel zu Spiel.“ Doch auch er weiß, was verlangt wird. Die Worte von Legende John McEnroe werden ihn eher weniger beruhigen. „Wenn er es dieses Mal nicht schafft, weiß ich nicht, ob er jemals ein Grand Slam gewinnen wird. Deshalb steht er jetzt unter mehr Druck als jemals zuvor in seiner Karriere.“ Jörg Allmeroth, einer der profiliertesten Tennis-Journalisten Deutschlands, meint: „Sascha kann sich nur selbst schlagen.“

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Zumindest lobte Landsmann Boris Becker nach Zverevs Achtelfinalsieg über den Niederländer Jesper de Jong. „Die Psyche hat sich beruhigt, die bösen Dämonen haben sich fürs Erste verabschiedet.“

Fürs Erste. Am Mittwochnachmittag wissen wir mehr. 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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