Sanierung einer bekannten Druckerei ist endgültig gescheitert

Wirtschaft

Das Sanierungsverfahren der Salzkammergut-Media GmbH mit Sitz in Melk ist endgültig gescheitert. Das Unternehmen hat den Sanierungsplan zurückgezogen, eine Abstimmung der Gläubiger wird es nicht mehr geben. Das traditionsreiche Druckereiunternehmen mit sieben Standorten in Ober- und Niederösterreich sowie Salzburg wird nun im Konkursverfahren abgewickelt.

Branchenkrise macht Sanierung unmöglich

„Aufgrund massiver Umsatzrückgänge und einer schlechten Auftragslage in der gesamten Druckereibranche ist die Erfüllung eines Sanierungsplans aus heutiger Sicht nicht mehr möglich“, erklärt Insolvenzexperte Stephan Mazal von Creditreform. Die ursprünglich geplante Sanierung mit einer Gläubigerquote von 20 Prozent erwies sich als nicht umsetzbar.

Von sieben Standorten bleiben drei

Bereits im März 2026 hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet. Damals wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Vier der sieben Standorte – Rohr, Traun, Freistadt und Bad Ischl – mussten bereits unmittelbar nach der Insolvenzanmeldung geschlossen werden. Neben dem Hauptsitz in Melk sind derzeit nur noch die Standorte Gmunden und Mittersill in Betrieb.

5,2 Millionen Euro Schulden – 211 Gläubiger

Bis zur Prüfungstagsatzung Mitte Mai 2026 haben insgesamt 211 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro angemeldet. Die Gläubiger müssen nun auf einen Großteil ihrer Außenstände abschreiben. Im Konkursverfahren werden in der Regel deutlich geringere Quoten erzielt als in einem Sanierungsverfahren.

Dramatischer Arbeitsplatzabbau

Von ursprünglich 66 Dienstnehmern sind bereits 44 ausgetreten. Lediglich 22 Mitarbeiter sind derzeit noch beschäftigt – voraussichtlich nur noch für die Abwicklung des laufenden Geschäfts. Mit dem Übergang in das Konkursverfahren dürfte auch für sie die Beschäftigung in absehbarer Zeit enden.

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Strukturkrise der Druckereibranche

Der Fall Salzkammergut-Media ist symptomatisch für die Krise der traditionellen Druckereibranche. Die zunehmende Digitalisierung, sinkende Auflagen bei Printmedien und der Rückgang klassischer Druckprodukte setzen die Branche seit Jahren unter massiven Druck. Viele Unternehmen kämpfen mit Überkapazitäten und schrumpfenden Margen.

Die weitere Abwicklung liegt nun in den Händen des Masseverwalters. Ob für einzelne Standorte oder Unternehmensteile noch Käufer gefunden werden können, ist derzeit offen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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