Aus alten Stoffen: Wienerin schafft bunte Design-Unikate

Wirtschaft

Stoffe bestimmen das Leben von Katharina Hajos. Waren es am Anfang vor allem spannende Geschichten, die die Drehbuchautorin etwa für die Krimiserie „Schnell ermittelt“ geschrieben hat, schafft sie heute aus alten Stoffen neue Kunstwerke. 
Ihr Geschäft in der Glockengasse 9 im zweiten Bezirk ist ein wahres Paradies für Polsterliebhaber und gleichzeitig kann man eine Zeitreise antreten, denn hier gibt es Kissen aus Stoffen aus den 1960er-Jahren genauso wie von Backhausen. Manche entstehen aber auch aus alten Leinentischtüchern oder Vorhängen. Jeder ihrer Vintage-Pillows ist ein Unikat.

„Diese Stoffe sind einerseits schwer zu finden, andererseits werden sie nicht mehr produziert. Das heißt: Der Polster, den man heute im Regal sieht, kann morgen schon verkauft sein – und ist nicht reproduzierbar“, erklärt Hajos ihre Faszination für Vintage. In der eigenen Manufaktur im 6. Bezirk werden die Stoffe gewaschen, mit hochwertigen Gänsefedern gefüllt und genäht.

Wohnobjekte mit Persönlichkeit

Die Idee entstand aus einer persönlichen Leidenschaft. Katharina Hajos sammelt seit Jahren besondere Stoffe auf Flohmärkten und auf Reisen etwa nach Schweden, wo sie bei sogenannten Lopis nach Schätzen sucht. Zunächst begann sie, daraus farbige Schaufensterdekorationen für die Daunenmanufaktur ihres Mannes in Mariahilf zu gestalten. Daraus entwickelte sich ein eigenständiges Konzept: aus alten Stoffen und Materialien hochwertige Wohnobjekte mit Persönlichkeit zu schaffen.

Jeder Polster hat seine Geschichte

Wer den kleinen Shop betritt, befindet sich sofort in einer anderen Welt. Im deckenhohen, blitzblauen Regal stapeln sich bunte, gemusterte Polster in vielen Formen und Größen – vom Mini-Nackenhörnchen bis zum großen Sitzsack. Jedes Stück hat eine Geschichte, und wer möchte, kann sie sich von Katharina Hajos erzählen lassen. Die Preise für die Polster-Unikate beginnen bei rund 70 Euro und variieren je nach Größe, Stoff und Füllgewicht. 

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Das Thema Vintage und Nachhaltigkeit setzt sich auch bei der Einrichtung fort. Sie stammt fast ausschließlich von Upcycling-Profi Gabarage. Mit wenigen Handgriffen wie Lack oder Rollen an den Tischbeinen werden Altmaterialien neu und modern gemacht.

Der Name des Geschäfts, „Schlafen nach Maß“, verrät schon: Hier gibt es mehr als Polster. Auch maßgefertigte Bettwaren, persönliche Beratung sowie Reinigungs- und Aufarbeitungsservice werden angeboten.

Der frühe Vogel

Gerade weil viele Stoffe nur begrenzt vorhanden sind, ist der Moment der Auswahl entscheidend: Wer früh davon erfährt, hat Zugriff auf Materialien, die später nicht mehr verfügbar sein werden. Deshalb entwickelte Katharina Hajos die Idee des Vintage Pillow Lovers Club. Wer neue Stoff-Funde früh entdecken möchte, kann den Newsletter des Clubs abonnieren und wird über neue Stoffe und besondere Einzelstücke informiert, noch bevor sie offiziell im Geschäft präsentiert werden. So lassen sich Stoffe reservieren oder Maßanfertigungen realisieren.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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