ÖBB-Chef Matthä im Gespräch mit Schülern: „Das Wichtigste ist eine Vision“

Wirtschaft

Andreas Matthä ist einer der mächtigsten Manager des Landes. Wie der CEO der ÖBB es nach ganz oben geschafft hat, das wollten Schülerinnen und Schüler der Schule der Technik (TGM) wissen. Seine Antwort: Fleiß, Engagement und die richtige Portion Glück.

Dass ÖBB-CEO Andreas Matthä der Austausch mit jungen Menschen am Herzen liegt, merkt man an diesem Freitagvormittag im Exnersaal des TGM, der Schule der Technik in Wien. Rund 100 Schülerinnen und Schüler der Abteilung Wirtschaftsingenieure mit Schwerpunkt Logistik hatten dort die Chance, den bekannten österreichischen Manager näher kennenzulernen. Von persönlichen Herausforderungen, dem Lernen aus Fehlern oder den notwendigen Fähigkeiten an der Spitze eines Großkonzerns – Andreas Matthä stand Rede und Antwort und gab so manchen Einblick in die Persönlichkeit. Der KURIER war dabei und hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
Andreas Matthä über…

…die ÖBB als attraktiven Arbeitgeber:

Zum Einen ist unser Unternehmen enorm breit gefächert. Das bietet  Arbeitnehmern die Möglichkeit, sich in den unterschiedlichsten Bereichen entfalten zu können. Zum Anderen bieten wir Jobs, die Sinn stiften. Gerade in der aktuellen Zeit des Klimawandels ist es vielen Menschen ein Anliegen, mit ihrer Tätigkeit dazu beizutragen die Klimawende zu schaffen. Die Bahn ist hier ein wesentlicher Hebel, die Klimaziele ohne sie sind nicht erreichbar.

Peter Berger/ÖBB

Tobias Hedl, Jennifer Zhang und Jakob Masching (v.l.) im Gespräch mit Andreas Matthä  

…die Suche nach Fachkräften:

Die ÖBB haben derzeit rund 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den kommenden Jahren werden 40 Prozent davon in Pension gehen oder aufgrund der natürlichen Fluktuation das Unternehmen verlassen. Wir sind ständig auf der Suche nach guten, kompetenten Kräften, schöpfen hier aber auch sehr stark aus unserem Lehrlingswesen. Wir haben derzeit rund 2.000 Lehrlinge in Ausbildung, nehmen jedes Jahr zwischen 500 und 600 neue, überwiegend im technischen Segment, auf. Damit können wir unseren Facharbeiterbedarf relativ gut abdecken.

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…seine Aufgabe als CEO:

Als Führungskraft ist es wichtig, eine Vision zu haben, diese zu kommunizieren und darauf zu achten, dass die Mitarbeiter mitgehen. Das ist wie im Fußball: Man gewinnt nur als Team. In meiner Rolle als CEO sehe ich mich als Cheftrainer der Mannschaft. Ich schaue, wer am Feld steht und welche Taktik wir spielen, gebe dabei höchstens Hinweise von außen, aber ohne selbst zu spielen….seine größten Herausforderungen: In den vergangenen Monaten war das vor allem die Pandemie. Zu Beginn des Lockdowns sind unsere Passagierzahlen sehr stark eingebrochen, das war wirtschaftlich enorm herausfordernd. Gleichzeitig mussten wir aber auch Logistikketten aufrecht erhalten und dabei sowohl für die Sicherheit der Mitarbeiter sowie der verbleibenden Passagiere sorgen. Ohne den Einsatz und die Verlässlichkeit ersterer hätten wir das nicht geschafft. 
Weitere Herausforderungen sind unter anderem der steigende Wettbewerb im Schienenpersonenverkehr sowie die verzerrten Wettbewerbsbedingungen zwischen Straße und Schiene im Güterverkehr. Diese zu meistern wird die Aufgabe der nächsten Jahre.

…das Klimaticket:

Aus meiner Sicht braucht es zwei Komponenten für ein erfolgreiches Bahnsystem: Einerseits ist das die gute Infrastruktur, andererseits ein günstiges Ticket. Mit dem Klimaticket wurde Letzteres gewährleistet. Der Erfolg dieses Angebots wird größer sein, als ich selbst anfangs geglaubt habe. Das zeigen auch die Zahlen, es wurden schon fast 130.000 davon verkauft. 

…den Umgang mit …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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