Private Pensionsvorsorge scheitert oft an Kapital und Wissen

Wirtschaft

Die relativ hohe Inflation und die infolge gesunkener Realeinkommen belasten zunehmend die heimischen Haushalte. Das zeigt sich auch in der mittlerweile sechsten UNIQA Finanzvorsorge-Studie. Von den 3.029 Befragten gaben 47 Prozent an, dass ihre finanzielle Gesamtsituation sehr bzw. eher schlecht sei. Das ist eine Zunahme um sieben Prozentpunkte zum Vorjahr. Rund ein Drittel gab an, dass das monatliche Einkommen in den vergangenen zwölf Monaten zumindest einmal nicht ausreichte, um die Lebenshaltungskosten zu decken.

Und nur die Hälfte verfügt über einen Liquiditätspuffer für unerwartete Zahlungen. Weniger als die Hälfte der Befragten (45 Prozent) könnte ihre Lebenshaltungskosten bei Verlust der Haupteinnahmequelle für mindestens drei Monate decken, ohne sich Geld zu leihen oder umzuziehen. Männer stehen hier noch besser da als Frauen (48 Prozent gegenüber 42 Prozent).

Angesichts dieser Zahlen ist es für Studienleiterin Martina Zöchner vom Marktforscher Reppublika Research nachvollziehbar, dass sich die Menschen bezüglich Finanzen mit kurzfristigen Themen beschäftigen müssen und die Altersvorsorge weniger Beachtung geschenkt werde. Hinzu komme, ergänzt Bettina Fuhrmann, Leiterin des Kompetenzzentrums für Finanzbildung an der WU Wien, dass junge Frauen oft mit der Familienplanung beschäftigt seien und das Thema tendenziell wegschieben würden. „Zum Teil fehlt es auch am Problembewusstsein. Und dann vergehen Jahre, in denen nichts passiert.“

Hinzu kämen Wissenslücken, etwa was die Höhe der künftigen Pension, die durchschnittliche Lebenserwartung oder steuerliche Vorteile von Lebensversicherungen betrifft. Immerhin beschäftigen sich laut Studie 41 Prozent mit der finanziellen Vorsorge in der Pension, Männer mit 46 Prozent um zehn Prozentpunkte mehr als Frauen. 

  Pharmamanagerin fordert mehr Planbarkeit für klinische Studien

Die UNIQA will nun verstärkt im direkten Kundenkontakt Aufklärung betreiben. „Wir versuchen persönlich und digital Aufklärung zu betreiben“, sagt Rene Knapp, Vorstand für Personenversicherung bei der UNIQA. Auch soll es künftig leistbare Produkte geben, insbesondere für jüngere Menschen.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.