Sparpaket: AKH-Personal warnt vor massiven Auswirkungen für Patienten

Politik

Die Sparpläne für das Uni-Budget könnten dramatische Auswirkungen für Österreichs größtes Spital, das AKH Wien, haben. Davor warnt nach dem Rektorat der MedUni Wien nun auch der Betriebsrat des wissenschaftlichen Personals, das zur MedUni Wien gehört. Dieser richtete sich nun mit einem offenen Brief an Finanzminister Markus Marterbauer, Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) sowie die Wiener Stadtregierung. Das berichtet die Kronen Zeitung.

Demnach könnten die Pläne der Regierung für die MedUni Wien ein rund 14 Prozent geringeres Budget bedeuten. Rund 200 ärztliche Stellen sowie 500 weitere im vorklinischen Bereich und der Verwaltung wären nicht mehr finanzierbar. „Bei so einer großen Zahl wären nicht nur die Verwaltung und die Forschung, sondern mit Sicherheit auch die Versorgung der Patienten betroffen“, sagt Personalvertreter Stefan Konrad zum KURIER.

Der Betriebsrat warnt vor Einschnitten in einer Reihe von Bereichen: OP-Säle, Ambulanzen und Betten, eventuell ganze Abteilungen müssten gesperrt werden. Auch Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste können möglicherweise nicht mehr finanziert werden. Die Folge seien längere Wartezeiten. „Für Menschen u.a. mit Krebs-, Herz- oder seltenen Erkrankungen ist Wartezeit ein Gesundheitsrisiko“, heißt es im Brief.

Wie berichtet, fordern die Universitäten für die Finanzierungsperiode 2028 bis 2030 rund 18 Milliarden Euro, die Regierung will jedoch nur 15,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Seit Monaten gibt es deshalb Proteste seitens der Unis, diese Woche fanden sogar Kundgebungen auf der Wiener Ringstraße statt.

Regierung entscheidet am Wochenende

Bis Monatsende muss feststehen, wie viel Geld die Unis tatsächlich bis 2030 erhalten. Das Thema steht daher auch auf der Tagesordnung der „erweiterten Arbeitssitzung“ der Regierungsspitze, die am Samstag im Bundeskanzleramt stattfindet.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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