US-Senatoren fordern Klarheit über Starlink-Drosselung in der Ukraine

Politik

Die vorübergehende Drosselung des militärisch genutzten Satelliteninternets in der Ukraine sorgt im US-Senat für parteiübergreifende Kritik. Neun Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses – darunter vier Republikaner – fordern in einem Brief an den Generalinspekteur des Pentagons eine Untersuchung des Vorfalls, wie der Senatsausschuss mitteilte.

Es müsse untersucht werden, ob US-Beamte der Unterbrechung von Starshield, der militärischen Funktion von Starlink, zugestimmt hätten oder im Voraus darüber informiert gewesen seien. Eine Störung des Systems beeinträchtige die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine.

Beeinträchtigungen gefährdeten auch Diplomaten

Ein besonderes Augenmerk legten die Senatoren auf Auswirkungen auf eigene Staatsbürger: Beeinträchtigungen des Systems gefährdeten Diplomaten, Militärangehörige und Sicherheitspersonal. Die neun Senatorinnen und Senatoren dringen in dem Brief auf eine Prüfung, ob US-Personal während russischer Angriffe Schutzräume erreichen konnte. „Die Regierung der Vereinigten Staaten hat die grundlegende Pflicht, amerikanisches Personal im Ausland zu schützen“, heißt es in dem Schreiben an Generalinspekteur Platte Moring.

Drohnen im Blindflug

Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte der Starlink-Betreiber SpaceX in der Nacht zum Mittwoch ohne Vorwarnung ein Tempolimit für Starlink-Terminals eingeführt, das etwas mehr als einen Tag bestand. Demnach verloren Flugobjekte ihre Verbindung, wenn sie sich schneller als 160 Kilometer pro Stunde bewegten.

Weitreichende ukrainische Drohnen, die zum Teil mit bis zu 300 Kilometer pro Stunde fliegen, waren damit bei Überschreitungen der Geschwindigkeitsbegrenzung im Blindflug unterwegs. Sie konnten nicht mehr aus der Ferne gesteuert werden.

Senatorin: Trump macht Ukraine zum „Sündenbock“

Die Stimmung zwischen US-Präsident Donald Trump und Selenskij hat sich zuletzt dramatisch verschlechtert. Der US-Präsident hatte sogar die Ablösung seines ukrainischen Kollegen gefordert und behauptet, Selenskij sperre sich gegen ein Friedensabkommen und sei durch die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien für die hohen Dieselpreise verantwortlich.

  Selenskij bittet, Trump macht Druck - die EU kramt in leeren Taschen

Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen aus New Hampshire, die zu den Unterzeichnern des Schreibens gehört, sagte dem britischen Sender BBC, Trump nutze die Ukraine als „Sündenbock“ für die hohen Energiepreise. Dabei seien diese ein Ergebnis des Iran-Krieges. In weniger als drei Wochen stehen am 3. November die wichtigen Zwischenwahlen in den USA an.

…read more

Source:: Kurier.at – Politik

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.