RLB NÖ-Wien: Starke Nachfrage nach Wohnbaukrediten

Wirtschaft

Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (RLB NÖ-Wien) hat ihren operativen Gewinn im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesteigert. Wie die Bank am Dienstag mitteilte, stieg das operative Bankergebnis vor Steuern im Jahresabstand von 29,2 Mio. Euro auf 45,9 Mio. Euro. Das Konzerngesamtergebnis wuchs dank der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International (RBI) von 284,7 Mio. auf 1,588 Mrd. Euro. Zudem verzeichnete das Institut eine starke Nachfrage nach privaten Wohnbaufinanzierungen.

Das Konzerngesamtergebnis von 1,588 Mrd. Euro wurde maßgeblich durch die Beteiligung an der Raiffeisen Bank International (RBI) gestützt. Der Ergebnisbeitrag der RBI setzte sich aus einem anteiligen Periodengewinn von 298,3 Mio. Euro (nach 21,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum) sowie einer Wertaufholung von 1,197 Mrd. Euro (nach minus 45,5 Mio. Euro) zusammen. Die Wertaufholung war laut Bank auf den Anstieg des RBI-Aktienkurses auf 55,9 Euro je Aktie zum 30. Juni 2026 zurückzuführen. Das operative Bankergebnis vor Steuern verbesserte sich zugleich auf 45,9 Mio. Euro. Positiv wirkten sich dabei gestiegene Zins- und Provisionserträge aus.

Wohnbaukredite und Kapitalquoten

Beim Kreditgeschäft verzeichnete das Geldhaus eine starke Nachfrage nach privaten Wohnbaufinanzierungen. Die Kundenkredite stiegen vor allem aufgrund dieser Entwicklung um 132,0 Mio. Euro auf 16,2 Mrd. Euro, nach 16,1 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Kundeneinlagen gingen hingegen auf 10,8 Mrd. Euro zurück, nach 11,2 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.

Zudem verfügt das Institut nach eigenen Angaben über eine sehr gute Kapitalausstattung deutlich über den regulatorischen Vorgaben. Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg zum Halbjahr auf 27,1 Prozent, nach 24,8 Prozent Ende 2025. Die Gesamtkapitalquote erhöhte sich auf 28,8 Prozent, nach 26,9 Prozent. Die NPL-Quote (notleidende Kredite) lag mit 3,4 Prozent annähernd stabil, nach 3,3 Prozent Ende 2025.

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Neue Konzernstruktur

Um die Position am Kapitalmarkt weiter zu stärken, soll die Konzernstruktur neu geordnet werden. Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsleitung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien sowie der RLB NÖ-Wien fassten dazu am 20. Juli einen Grundsatzbeschluss. Vorgesehen ist, den Betrieb der Holding, insbesondere auch die Industriebeteiligungen, im Wege einer Downstream-Abspaltung auf die 100-prozentige Tochter RLB NÖ-Wien zu übertragen. Dem müssen aber erst noch die Generalversammlung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien im September und auch die Europäische Zentralbank (EZB) zustimmen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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