
Erola Jons ist ein echter Star auf Social Media. Auf TikTok hat die spanische Influencerin fast 3 Millionen Follower, auf Instagram mehr als 3,2 Millionen. Diese Reichweite wollten sich die Veranstalter der Vuelta a Espana zunutze machen. Sie engagierten Jons, um Inhalte für die Social-Media-Kanäle der Vuelta zu erstellen. Dafür erhielt sie sogar Zugang zu Bereichen, die für Journalisten normalerweise gesperrt sind.
Doch die eigenwillige Berichterstattung der Internet-Berühmtheit sorgte für Empörung. Einigen Profis warf sie anzügliche Kommentare entgegen. Doch viral ging vor allem ein Video mit Superstar Tadej Pogacar nach dem Zeitfahren in Monaco. Darin fragte Jons den aktuellen Sieger der Tour de France: „Pogachita, warum hyperventilierst du jedes Mal, wenn du mich siehst.“ Der Slowene reagierte verdutzt, ehe er antwortete: „Ich atme jeden Tag.“
Laut Marca kommentierte Jones immer wieder das Aussehen der Athleten. So sagte sie etwa: „Ich finde das nicht normal, das sollte verboten sein. So viel Schönheit hier. Mir wird richtig heiß, bei so viel eng anliegendem Lycra.“
Nur noch eingeschränkter Zugang zu den Athleten
Die Veranstalter reagierten am Montag auf die anhaltende Kritik zumindest teilweise. Laut Marca erhält die Influencerin nur noch eingeschränkten Zugang zu Fahrern und Teambussen. Außerdem müsse die Spanierin „ihr Verhalten dem Niveau eines Radrennens auf höchstem Level anpassen“. Die Organisatoren sind weiterhin der Ansicht, dass die Influencerin junge Menschen für Sport begeistern kann und dass ihre Arbeit mit Journalismus vereinbar ist.
Dem widerspricht etwa die spanische Reporterin Laura Meseguer in ihrer Kolumne bei El Pais. Dort schreibt sie, dass dieses Verhalten die Chancen von Frauen, in einem männerdominierten Sport Fuß zu fassen, um Jahre zurückgeworfen habe. Das Bild, das vermittelt wurde, habe eine Frau ohne Ahnung vom Radsport und ohne Respekt gezeigt.
Source:: Kurier.at – Sport



