Sang 1.450 Vorstellungen: Volksoper trauert um Kammersänger Josef Luftensteiner

Kultur

Nach langer, schwerer Krankheit ist Kammersänger Josef Luftensteiner (68) am Montag in Wien verstorben. Er war Vorsitzender des Betriebsrats der Volksoper und Mitglied des Aufsichtsrats der Bundestheater-Holding und der Volksoper. Das Haus zeigte sich zutiefst erschüttert über diesen schweren Verlust.

Der am 23. Mai 1958 im niederösterreichischen Wallsee geborene Luftensteiner wurde nach der Volksschule Mitglied bei den Wiener Sängerknaben. Er besuchte in Linz das Konservatorium und wurde 1984 an das Grazer Opernhaus engagiert, wo der Bariton sich rasch ein breites Repertoire erarbeitete. Mit 28 Jahren wurde er von Eberhard Wächter an der Volksoper engagiert und debütierte als Figaro. Direktor Eberhard Wächter schätzte ihn als Künstler und zeigte sich beeindruckt von Luftensteiners jovialem, fast vorlautem Temperament und seinem Teamgeist.

45 verschiedene Rollen

In seiner aktiven Zeit als Sänger stand Josef Luftensteiner in 20 Premieren auf der Bühne. Über 1.450 Abende sang er bis Ende Oktober 2021. In 45 verschiedenen Rollen konnte man ihn in seiner aktiven Bühnenlaufbahn in 34 Jahren erleben. Josef Luftensteiners offene Art, Probleme aufzuzeigen und anzugehen, prädestinierte ihn Jahre später, als Betriebsrat für die Volksoper und dann auch für die Gewerkschaft der Bundestheater zu arbeiten.

Die Geschäftsführung der Volksoper Wien, Lotte de Beer und Christoph Ladstätter: „Wir verlieren mit unserem Lufti einen großen Menschen und lieben Freund.“ Andreas Babler (SPÖ) würdigte als zuständiger Minister Luftensteiner als „echtes Urgestein unserer Bundestheater“. „Sein unermüdlicher Einsatz für die Kolleginnen und Kollegen auf und hinter den Bühnen wird uns stets in Erinnerung bleiben.“

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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