
Das Auswärtsspiel in Altach war keine Viertelstunde alt, da schien sich schon wieder alles gegen den WAC verschworen zu haben: Thomas Silberberger versank tief in seiner Trainerbank, nachdem sich sein Team beim 0:1 von Hristic wieder einmal in der Defensive äußerst sorglos und nachlässig verhalten hatte.
Wer solche billigen Gegentreffer kassiert, der zieht im Abstiegskampf normalerweise den Kürzeren.
Wer sich nach dem 0:1 dann aber so zurückmeldet wie der WAC im Ländle, der ist in der Lage, sich aus dem Schlamassel zu ziehen.
Große Spannung
Nach dem 4:1-Erfolg der Wolfsberger bietet sich in der Qualifikationsgruppe eine einzigartige Konstellation, die an Brisanz nicht zu überbieten ist:
Zwei Runden vor Schluss liegen im Abstiegskampf fünf Teams innerhalb von drei Punkten. Theoretisch könnte BW Linz am Samstag bereits als Fixabsteiger feststehen, die Situation kann sich aber auch so zuspitzen, dass alle Teams auch noch in der letzten Runde zittern müssen.
Verrückte Konstellation
„Das ist völlig verrückt und abstrakt“, weiß WAC-Trainer Silberberger. „Uns kann rechnerisch am Samstag in Ried ein Punkt für den Klassenerhalt reichen. Zugleich können bei einer anderen Konstellation drei Punkte aber zu wenig sein.“
Kämpfer vs. Geiger
Beim WAC wähnt man sich freilich im Aufwind nach den Siegen gegen den GAK (1:0) und in Altach. Neo-Coach Silberberger hat sich in den letzten Wochen ein Bild von seinem Team gemacht und inzwischen jene Spieler gefunden, auf die er sich im Kampf um den Klassenerhalt verlassen kann.
„Die Kämpfer“, wie der Tiroler sie nennt. Auffällig: Regisseur Dejan Zukic war gegen den GAK nur Joker, in Altach kam der Serbe überhaupt nicht zum Einsatz. „Wir sind inzwischen sehr stabil“, sagt Silberberger.
Duell mit dem Ex-Klub
Aus dem abstiegskampfgestählten Tiroler spricht die Zuversicht. Nur vor einer Konstellation hat Thomas Silberberger Bammel: Wenn es in der letzten Runde im Heimspiel gegen Ex-Klub WSG Tirol um alles gehen würde.
„Das wäre eine böse Geschichte, die der Fußball schreiben könnte: Wenn ausgerechnet der Trainer, der die WSG in die Bundesliga gebracht hat, es in der Hand hat, den Verein in die zweite Liga zu treten“, sagt Silberberger. „Das wollen wir uns bitte alle ersparen.“
Source:: Kurier.at – Sport



