30 Prozent mehr: Widerstand gegen höhere „Schnapssteuer“

Wirtschaft

Zur Budgetsanierung will die Regierung auch den Alkoholkonsum verteuern. Im Doppelbudget 2027/2028 ist eine Erhöhung der Steuer auf Spirituosen um 30 Prozent vorgesehen. Laut Finanzministerium soll die Steuererhöhung zusätzlich 90 Millionen Euro ins Budget spülen; 40 Millionen Euro 2027 und 50 Millionen 2028. Im Vorjahr hat die Steuer insgesamt 145 Millionen Euro eingebracht. Besteuert wird bei hochprozentigen Getränken wie Schnaps, Wodka, Rum oder Likören der reine Alkoholgehalt.

Jetzt schon 12 Euro pro Liter Alkohol

Bei den heimischen Spirituosenherstellern stößt die geplante Steuererhöhung auf Widerstand. „Mit einer Steuerbelastung von bereits 12 Euro pro Liter Alkohol sind Spirituosen heute schon Spitzenreiter bei den Abgaben. Eine weitere Erhöhung um 30 Prozent wäre ein deutlicher Schlag für die heimische Spirituosenbranche und ihre Beschäftigten“, sagt Katharina Koßdorff vom Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie in der Wirtschaftskammer (WKO). 

Spirituosen würden bereits rund 45 Prozent des gesamten Steueraufkommens aus der Kategorie der alkoholischen Getränke tragen, obwohl sie nur etwa 14 Prozent des Alkoholkonsums ausmachen.

Steuerziele dürften nicht erreicht werden

Die letzte Steueranhebung im Jahr 2014 um 20 Prozent führte laut Koßdorff zu einem deutlichen Markteinbruch von rund 1 Million Liter pro Jahr. Erst acht Jahre später konnte das Niveau von 2014 wieder erreicht werden. Zudem gehe der Spirituosenkonsum seit Jahren deutlich zurück und der Trend zu Getränken mit weniger oder ohne Alkohol steige. Der Verband zweifelt daher, dass die Erhöhung der Alkoholsteuer einen spürbaren Beitrag zur Budgetsanierung leisten kann.

…read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

  UniCredit will mit Commerzbank noch deutscher werden

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.