
Dass der Song Contest dieser Tage in Wien stattfindet, war alles andere als sicher: Denn eine israelische Kampagne beim Bewerb in Basel 2025 hätte den Österreicher JJ den Sieg kosten können. Das legt ein aktueller Artikel der New York Times nahe. Das Medium hat den Zank um die Teilnahme Israels in Wien nachrecherchiert – und liefert erstmals Zahlen zu jenem Werbeeinsatz, den die israelische Regierung für den Song Contest geleistet hat.
Eine „wohlorganisierte Kampagne der Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu“ hab zuletzt versucht, den Song Contest für eine Aufbesserung des Images Israels zu benützen, heißt es in dem Artikel. So habe das Land bereits vor der Aufregung um die Stimmabgabe, die auf den ESC 2025 folgte, angefangen, für Israels Beitrag Werbung zu machen, und dabei eine Million Dollar eingesetzt.
Eigentlich dürfen Regierungen das den Regeln nach nicht. Der israelische Sender KAN betonte, nichts von der Kampagne gewusst zu haben.
Der Mitteleinsatz sei „exzessiv“ gewesen, sagt der Chef des Veranstalters EBU, Martin Green, laut dem Bericht. Er habe jedoch keinen Einfluss auf das Ergebnis des Vorjahres gehabt. Israel landete da auf Platz 2 hinter Österreichs JJ.
Laut New York Times hätten jedoch in manchen Ländern nur wenige hundert Stimmen im Publikumsvoting gefehlt, um Israel einen besseren Platz zu verschaffen. Dies hätte sehr wohl das Gesamtergebnis beeinflussen können.
Source:: Kurier.at – Kultur



