ESC-Favorit Finnland: Wer sind Linda Lampenius und Pete Parkkonen?

Kultur

Seit Monaten liegen sie konstant auf Platz 1 der Wettquoten für den Eurovision Song Contest 2026: die Geigerin Linda Lampenius und der Sänger Pete Parkkonen. Das Duo vertritt Finnland mit „Liekinheitin“ (zu Deutsch: Flammenwerfer) – eine energetische Mischung aus Klassik, Pop und Rock. Performt wird passend zum Titel mit jeder Menge Feuer auf der Bühne. Doch wer sind die beiden Musiker eigentlich?

Lampenius, geboren 1970 in Helsinki, ist international erfolgreiche klassische Violinistin und tourte bereits als Teenagerin durch Nordamerika, Europa und Asien. Sie hat aber nicht nur mit Musik Karriere gemacht – so war sie etwa am Cover des „Playboy“ zu sehen und saß mehrere Jahre für die Schwedische Volkspartei (der schwedischsprachigen Minderheit in Finnland) im Stadtparlament von Helsinki. Aktuell lebt Lampenius in Schweden.

Pete Parkkonen, geboren 1990, wurde 2008 durch seine Teilnahme bei der finnischen Castingshow „Idols“ bekannt, in der er den dritten Platz belegte. Seitdem hat er mehrere Pop-Alben veröffentlicht – zunächst auf Englisch, später in seiner Muttersprache Finnisch.

Das Duo lernte sich erst im vergangenen Sommer kennen, wie die beiden in mehreren Interviews für den ESC berichteten, als Lampenius mit Produzenten an dem Beitrag für den Song Contest arbeitete. Auf der Suche nach einer männlichen Stimme begann sie zu googeln und stieß auf Parkkonen. Bereits am nächsten Tag kam er ins Studio. Im Frühjahr konnten sich die zwei beim finnischen Vorentscheid UMK (Uuden Musiikin Kilpailu) durchsetzen. Inhaltlich geht es in dem Song um eine unmögliche Beziehung und das Zurückschrecken vor zu viel Nähe.

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Zweiter Sieg für Finnland?

Finnland war 1961 zum ersten Mal beim Song Contest dabei, 2006 holte die Rockband Lordi mit „Hard Rock Hallelujah“ in Athen den Sieg. In den vergangenen Jahren erreichte Finnland zwei Mal nennenswerte Platzierungen: 2021 belegte die Nu-Metal-Band Blind Channel mit „Dark Side“ Platz 6, 2023 landete „Cha Cha Cha“ von Käärijä sogar auf Platz 2.

Sollten sich die Wettquoten also bewahrheiten und Lampenius und Parkkonen gewinnen, wäre es der zweite ESC-Sieg für Finnland.

Ausnahme für die Geige

Für Aufsehen hat der diesjährige finnische Beitrag bereits jetzt gesorgt: Denn normalerweise ist beim Song Contest nur der Gesang live – Instrumente kommen vom Band, da die Umbauarbeiten für die TV-Show zu lange dauern würden. Für Finnland wird heuer aber eine Ausnahme gemacht: Nachdem der Sender YLE bei der European Broadcasting Union (EBU) offiziell angefragt hatte, ob Lampenius live die Geige spielen darf, wurde dem Ansuchen stattgegeben.

In enger Abstimmung mit dem ORF habe man zugestimmt, dass „Teile der Violinsoli des finnischen Beitrags live in ein Mikrofon gespielt werden dürfen“, wie es in einem Statement der EBU heißt. Solche Ausnahmen seien laut den Regeln zulässig, wenn es „künstlerisch begründet“ sei. 

Auftritt im ersten Halbfinale

Ihren großen Auftritt haben die Finnen im ersten Halbfinale am Dienstag (12. Mai) mit Startnummer 7 – ins große Finale am Samstag werden sie es dank ihrer Favoritenrolle mit Leichtigkeit schaffen.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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