
Der Chef der Rewe-Tochter Penny, Johannes Greller, sieht ob der gestiegenen Lebensmittelpreise einen klaren Trend zum Diskonter. „Wir sehen, dass die Kunden sparen und aktionsgetriebener einkaufen“, sagt Greller bei einem Hintergrundgespräch mit Journalisten. Man merke auch einen klaren Unterschied zwischen Monatsanfang und Monatsende und generell würden die Warenkörbe „immer kleiner“.
Kampagne: Preise wie früher
Penny reagiert auf die Entwicklung mit einer neuen Werbekampagne „Preise wie früher“, wobei vom 13. Mai bis 10. Juni wöchentlich 20 Lebensmittel auf die Preisniveaus der letzten sieben Jahre zurückgesetzt werden.
Durchschnittlich sind diese um etwa 38 Prozent günstiger – viele davon aber nur mit Mengenrabatt. Die Aktion soll über den Sommer fortgesetzt werden. Penny hat etwa 2.500 Artikel im Sortiment, davon 45 Prozent Eigenmarken. Angesprochen auf das neue Gesetz gegen die Shrinkflation, das seit Mai in Kraft ist, sieht Greller die Lieferanten in der Verantwortung. Bei den Eigenmarken würde verstärkt darauf geachtet, Shrinkflation zu vermeiden.
Fünf Standorte mehr
Der Diskonter investiert in den nächsten drei Jahren 90 Mio. Euro in die Filialmodernisierung, 110 der bestehenden 320 Standorte seien bereits umgerüstet, berichtet Greller. Das Filialnetz werde heuer netto um weitere fünf Standorte mit eigenen Fleischhauern wachsen, auch drei Unimärkte kommen hinzu. Potenzial sieht Greller vor allem in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark.
Penny beschäftigt derzeit rund 3.000 Mitarbeiter, die Teilzeitquote beträgt 50 Prozent. Dem jüngsten Vorschlag von Sozialministerin Korinna Schumann für ein Recht auf Stundenaufstockung kann Greller durchaus etwas abgewinnen. „Wir stehen dem Ganzen positiv gegenüber, um Mitarbeiter zu fördern.“
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



