
Nach dem 0:9 des österreichischen Eishockey-Teams am Mittwoch gegen die Schweiz stellte sich natürlich die Frage der Bedeutung eines solchen Ergebnisses. Gegen eine Mannschaft, die alles daran setzt, bei der Heim-WM den Titel zu gewinnen, war eine hohe Niederlage für Österreich erwartbar. Und dennoch schmerzte die Höhe ein wenig. Zum Vergleich: Deutschland, Österreichs Gegner am Samstag (20.20 Uhr, ORF 1), hat 1:6 gegen die Schweizer verloren.
Das Programm der WM in Zürich
Schweiz gewann in der Vorrunde 29 von 32 Partien
Allerdings: Die Deutschen rechneten sich Chancen auf einen Punktegewinn gegen die Eisgenossen aus. Das taten die Österreicher erst gar nicht. „Man muss schon realistisch bleiben und sehen“, sagte Teamchef Roger Bader am Rande des Spiels. Die Schweizer sind auch nicht irgendein Mitfavorit auf den Titel. Nach zuletzt zwei verlorenen Finals wollen sie es heuer unbedingt wissen – und gönnen sich selbst in keiner Phase eines Spiels eine Pause zum Durchschnaufen. Seit 2022 hat die Schweiz 29 von 32 Vorrundenspielen gewonnen. Nur Tschechien in der Verlängerung (2025), Kanada (2024) und Lettland (2023, ebenfalls in der Verlängerung) konnten die Schweizer in der Vorrunde bezwingen.
„Wer soll diese Nati stoppen?“, fragte etwa der Schweizer Blick nach dem Kantersieg. Gegen Finnland geht es am Dienstag um den Sieg der Gruppe A.
Ein Sieg fehlt
Die Österreicher waren nach der Schlappe doch ein wenig irritiert, wissen aber genau, dass die Schweiz nicht ihr Gegner bei dieser WM sind. Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen fehlt dem Team noch ein Erfolg für das Erreichen des Viertelfinales. Wahrscheinlich reicht auch ein Punkt. Dieser ist am Samstag gegen Deutschland durchaus realistisch. Die im Schweiz-Spiel geschonten Rohrer, Zwerger und Tolvanen kommen wieder zum Einsatz.
Mit einem Punktgewinn würde Österreich verhindern, dass Deutschland noch vorbeiziehen kann. Denn dann könnte das DEB-Team auf maximal neun Punkte kommen, Österreich hätte aber zehn Zähler.
Die Österreicher liegen auf dem dritten Rang, vier Punkte vor USA, sechs vor Ungarn sowie Lettland und acht vor Deutschland. Am wahrscheinlichsten ist, dass das Team USA in den Partien gegen Lettland, Ungarn und Österreich noch vorbeizieht.
Dann muss Österreich Platz vier verteidigen. Wenn Lettland gegen Finnland, USA, Großbritannien und Ungarn nicht sechs Punkte mehr gelingen als den Österreichern gegen Deutschland, Finnland und USA, wäre Österreich vor den Letten. Bei Punktegleichheit hilft das 3:1 im direkten Duell. Klingt machbar, für die Österreicher ist es aber noch ein weiter Weg ins Viertelfinale.
Source:: Kurier.at – Sport



