Kredite in Österreich unbeliebt – und doch weit verbreitet

Wirtschaft

Österreicherinnen und Österreicher mögen Kredite nicht, und nutzen sie doch, vor allem für Wohnraum. Das zeigt eine Marketagent-Umfrage im Auftrag der Bank99 unter 1.500 Personen. 

Demnach versuchen zwar 88 Prozent der Befragten, Kredite zu vermeiden, trotzdem haben rund 40 Prozent einen laufen. Etwa die Hälfte davon sind Wohnkredite. Acht von zehn Menschen wollen nur einen Fixzinssatz, unabhängig vom Haushalts-Nettoeinkommen, heißt es in einer Mitteilung zu den Ergebnissen.

Fixzinsen gefragt

Frauen meiden Kredite häufiger als Männer und haben auch seltener Kreditschulden. Wenn schon ein Kredit nötig ist, dominiert das Sicherheitsbedürfnis: Für 79 Prozent kommt ausschließlich ein Kredit mit fixem Zinssatz infrage. 

Wenig überraschend sind niedrige Zinsen das wichtigste Motiv bei der Auswahl der Kreditgeber, danach folgen Vertrauen in die Bank und die Beratung. Grundsätzlich können klassische Banken auf mehr Vertrauen zählen als Onlineangebote.

Wohnraum ist insgesamt der häufigste Grund für eine Kreditaufnahmen, die regionalen Unterschiede sind aber groß. Während in Vorarlberg 30 Prozent der Befragten einen Wohnkredit laufen haben, sind es in Salzburg (13 Prozent) und Wien (12 Prozent) deutlich weniger. 

Immerhin 13 Prozent haben österreichweit ihr Girokonto überzogen, 11 Prozent haben einen Konsumkredit, während je sieben Prozent sich zu Ratenzahlungen beziehungsweise einem Autokredit verpflichtet haben. Immerhin glauben zwei Drittel – dabei mehr Männer als Frauen – dass sie sich mit Zinsen und Kreditkosten gut auskennen.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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