Abschied von Rapid? Warum Wurmbrand bereits über die Grenze blickt

Sport

Tonni Adamsen ist seit Mittwochnachmittag auch offiziell Rapidler. Der 31-jährige Goalgetter von Silkeborg unterschrieb vorerst bis Sommer 2028.

Wie vom KURIER berichtet, konnte Trainer Johannes Hoff Thorup seinen Landsmann vom ablösefreien Transfer überzeugen.

Dass die größte Kader-Baustelle ohne Millioneninvestition geschlossen werden kann, hilft nach einer sehr teuren, aber ebenso enttäuschenden Saison: Rapid wird im Sommer auch einiges lukrieren müssen.

Viele Kandidaten für Verkäufe 

Kandidaten gibt es dafür trotz der vielen sportlichen Tiefs genug.

Mit Raux-Yao und Bolla wurde nach zuletzt abgelehnten Transfers vereinbart, dass über angemessene Angebote verhandelt werden wird. Tatsächlich ist aber auch Nikolaus Wurmbrand ein heißer Verkaufskandidat.

Warum eigentlich? Sollte der Sprinter nicht noch bei Rapid weiter reifen?

Vater Wurmbrand, ein angesehener Jurist, hatte Ende 2024 noch die Vertragsverlängerung bis 2028 verhandelt. Zahllose Manager sprachen vor, bekamen von der Familie aber kein Mandat als Berater.

Zuletzt kam es zum Umdenken: Mit SPOCS wurde eine international etablierte Agentur ausgesucht. Papa Wurmbrand kann zwar Verträge aufsetzen und prüfen, aber für das Einschätzen am internationalen Markt und bei den Verhandlungen mit den interessierten Vereinen soll Sascha Empacher helfen.

Der Deutsche hat die Karriere von Mo Salah begleitet und etwa die Millionentransfers von Sasa Kalajdzic zu Stuttgart und Wolverhampton abgewickelt.

Erster Hänger

Sportlich lief das Frühjahr für den zweifachen Teamspieler nicht nach Wunsch: Lediglich im U-21-Team hat der 20-Jährige getroffen. In der Liga blieb Wurmbrand ohne Scorerpunkt.

Das lag zum Teil an den Mitspielern, wie zuletzt Dahl, der einen perfekten Assist gegen Ried übers Tor jagte. Zum Teil an der Position: Der Flügelstürmer musste oft als Wingback aushelfen – ein Experiment, das Hoff Thorup als misslungen abhaken muss. Aber zum Teil auch an Wurmbrand selbst: Die Leichtigkeit früherer Einsätze ist 2026 verloren gegangen.

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Gespielt hat Wurmbrand unter Hoff Thorup so viel wie noch nie, nämlich in jeder Partie, 15-mal von Beginn an. Der Däne glaubt, dass der Dribbler bei Kombinationen auf engem Raum noch dazulernen müsste, um dann auch in einer stärkeren Liga überzeugen zu können.

Doch das „Team Wurmbrand“ hat entschieden, dass bereits diesen Sommer das Ausland das Ziel ist.

Bei Rapid wurde gehofft, dass mit einem starken Frühjahr plus WM-Ticket eine Ablöse in der Sangare-Region möglich wäre. Das ist nach dem Frühjahrstief nicht mehr realistisch.

Aber die Anlagen von Wurmbrand sorgen dennoch für viele Interessenten, etwa aus Deutschland oder Spanien.

Deutschland ist das Ziel 

Eine konkrete Anfrage aus der zweiten englischen Liga wurde laut KURIER-Informationen abgeblockt.

Denn das Ziel ist ein anderes, wie auch Empacher bestätigt: „Im Fokus für einen möglichen Transfer von Niki Wurmbrand steht die deutsche Bundesliga.“ Woanders wäre hingegen „ein absolutes Topteam“ gefragt.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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