
Zwar sind die Fivers in Margareten daheim, allerdings würden sie sich auch in der Leopoldstadt, genauer: im Wiener Prater, durchaus wohlfühlen. Denn dort steht die Hochschaubahn, auf der die Fivers durch die Saison zu fahren pflegen. Viele Monate mit ebenso vielen Aufs und Abs. Die junge Mannschaft kämpfte mit ihrer Unerfahrenheit, mit vielen Verletzungen, mit Formschwankungen.
Vor nicht allzu langer Zeit zitterte man um die Top 8, drohte sogar der Gang in die Abstiegsgruppe. Plötzlich musste man sich gedanklich womöglich mit einem drohenden Abstieg aus der HLA befassen.
Doch dann wendete das Team das Blatt. Es gelang der Sprung ins Viertelfinale, danach folgten fulminante Auftritte gegen Hard und die BT Füchse, in der kommenden Woche nimmt man das finale Duell mit den Jags aus Vöslau um den Meistertitel in Angriff. Verrückt wäre wohl das passende Adjektiv für die Geschichte, die die Fivers-Saison bisher schrieb.
„Es ist ein Märchen“, beschreibt Fivers-Manager Thomas Menzl den Status quo. „Gegen die Füchse haben wir das mit Abstand beste Spiel der Saison gezeigt.“ Mit 39:30 setzte man sich eindrucksvoll im zweiten Halbfinalspiel durch. „Die erste Hälfte davon war ein perfektes Spiel.“
Bock aufs Finale
Menzl muss dabei sein Haupt vor Verwunderung schütteln. „Wir haben immer gewusst, dass unfassbar viel Talent in den Spielern steckt.“ Dass dies aber derart schnell und plötzlich zum Vorschein kommen würde, überraschte selbst ihn.
Spieler Fabio Schuh gibt sich im Freudentaumel bodenständig: „Wenn wir zurückschauen und wissen, welche Höhen und Tiefen wir in den letzten Monaten erlebt haben, dann können wir alle den Wert unserer Leistung der letzten Wochen einstufen. Wir sind als Team gewachsen, jeder für sich und alle gemeinsam. Jetzt haben wir einfach nur noch Bock aufs Finale.“
Trainer Peter Eckl ist freilich stolz auf seine Mannschaft: „Wir sind in den letzten Wochen gereift, haben schon gegen Hard und jetzt gegen die Füchse stark gespielt. Wir sind verdient im Finale.“ Was dort kommt? Menzl: „Total interessante Duelle. Vöslau ist zwölf Spiele ungeschlagen.“ Eckl: „Vöslau ist stark, wir aber auch.“
Source:: Kurier.at – Sport



