Deutschschland: Kanzler Merz kränkt Krebskranke

Politik

In die Fettnäpfchen-Kiste greift der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz zu gerne und zu oft: Seine Aussagen zu „Sozialtourismus“ (über Geflüchtete aus der Ukraine) oder „Kleine Paschas“ (über Burschen mit arabischem Hintergrund) oder „Die sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen.“ (über ausreisepflichtige Asylwerber) sind berühmt berüchtigt. Nun steht der CDU-Politiker erneut im Mittelpunkt einer Kontroverse. Auslöser war ein Bürgerdialog im sachsen-anhaltischen Salzwedel. Dort schilderte eine an Hautkrebs im Endstadium erkrankte Frau ihre Sorgen über die geplante Gesundheitsreform und ihre persönliche Situation. Merz reagierte auf Vorwürfe über angebliche Privilegien und Gehaltserhöhungen für Politiker schroff und wies diese in wenig empathischer Art zurück.

Wie der Spiegel unter Berufung auf die Allgemeine Zeitung (AZ) berichtet, forderte die Frau anschließend eine Entschuldigung des Kanzlers. Laut Bundesregierung kam es später zu einem vertraulichen Gespräch mit einem Mitarbeiter des Kanzleramts. Zudem erhielt die Betroffene ein Schreiben eines Kanzleramts-Mitarbeiters sowie eine Autogrammkarte des Bundeskanzlers. Der Vorfall sorgt in Deutschland für Diskussionen über den Umgang von Politikern mit Bürgeranliegen und ja, auch über deren Einfühlungsvermögen.

Für Merz ist es zugleich ein weiteres Kapitel in einer langen Reihe von Aussagen und Auftritten, die weit über den eigentlichen politischen Inhalt hinaus öffentliche Debatten ausgelöst haben.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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