Entwarnung bei der Lehrstellenförderung: Finanzierung gesichert

Wirtschaft

Gute Nachricht für alle Lehrbetriebe: Die befürchteten Einschnitte bei der betrieblichen Lehrstellenförderung konnten abgewendet und deren weitere Finanzierung sichergestellt werden. Wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilt, sieht das Doppelbudget 2027/2028 weiterhin ein Förderbudget von 280 Millionen Euro pro Jahr vor. Ab 2029 ist eine Erhöhung auf 285 Millionen Euro jährlich vorgesehen. 

Befürchtet wurden im Vorfeld Einschnitte, weil die staatlichen Mittel für die Lehrstellenförderung seit 2023 gedeckelt waren und seither nicht an die Inflation angepasst wurden. Dadurch entstand laut Wirtschaftskammer eine Finanzierungslücke von rund 74 Millionen Euro allein für 2026. Auch die längerfristige Finanzierung durch das zuständige Arbeitsministerium stand wegen der Budgetnöte im Raum. Wirtschaftskammer (WKO) und Industriellenvereinigung warnten vor negative Konsequenzen für die Lehrausbildung, sollte es zu Kürzungen kommen. 

„Kostendämpfende Maßnahmen“

Da das laufende Förderbudget für 2026 nicht ausreicht, kommt es ab 1. Juli  zu Anpassungen. Um kleinere Lehrbetriebe, die oft nur einen Lehrling beschäftigen, zu entlasten, beträgt die Basisförderung pro Lehrbetrieb und Kalenderjahr weiterhin 100 Prozent der Berechnungsgrundlage. 

Für jede weitere auszahlbare Basisförderung, deren Lehrjahr am 1. Juli geendet hat, beträgt die Förderhöhe aber nur noch 75 Prozent der bisherigen Berechnungsgrundlage. Diese  „kostendämpfende Maßnahme“ sei notwendig, weil die Basisförderung an die Betriebe jährlich um die Lehrlings-Kollektivverträge mitwächst, der Deckel aber mit 280 Millionen Euro statisch bleibt, heißt es beim Wirtschaftsministerium. 

Für Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer war es wichtig, „dass wir drohende Einschnitte abwenden konnten“. Bis zu 280 Millionen Euro pro Jahr blieben nicht nur für die betriebliche Lehrstellenförderung gesichert, sondern ab 2029 werde sie sogar erhöht. „Gleichzeitig leisten wir mit einer maßvollen Anpassung einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung.“ 

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Laut Wirtschaftskammer deckt die Lehrstellenförderung nur etwa ein Zehntel der tatsächlichen Ausbildungskosten der Betriebe ab. 

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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