Millionenpleite eines bekannten Metalltechnik-Unternehmens

Wirtschaft

„Wir sind ein Werkzeugbau-Betrieb mit einem breiten Erfahrungshintergrund. Komplexe Metallbearbeitung ist unsere Stärke. Deshalb fertigen wir nicht nur komplette Formen und Werkzeuge für den Kunststoff-Spritzguss, für das Blasformen oder für den Metall-Druckguss, sondern auf Wunsch auch Prototypen und Nullserien-Werkzeuge. Darüber hinaus bieten wir unser Metallbearbeitungs-Know-how auch in Form von Lohnfertigungsaufträgen an“, heißt es auf der Firmen-Homepage. „Dokumentierte Prozesse und eine Zertifizierung nach ISO 9001 sind für TFM selbstverständlich. Zahlreiche Auszeichnungen und der Erfolg unserer Kunden sind für uns Ansporn und Motivation zugleich.“

Die T.F.M. Technologie für Metallbearbeitung GmbH aus Traun steht vor dem Aus. Das Unternehmen hat beim Landesgericht Linz einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt, wie der Gläubigerschutzverband Creditreform mitteilte. Die Überschuldung beträgt rund 1,23 Millionen Euro. Betroffen sind 22 Dienstnehmer und etwa 45 Gläubiger.

Das 1996 gegründete Unternehmen an der Ganglgutstraße ist auf mechanische Fertigung, Konstruktion sowie Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau spezialisiert. T.F.M. stellt komplette Formen und Werkzeuge für Kunststoffspritzguss, Blasformen und Metalldruckguss her und fertigt auch Prototypen und Pilotserien.

Sanierungsversuch gescheitert

Die Probleme haben sich über Monate aufgebaut. Laut Creditreform leidet die Branche seit 2024 unter einer konjunkturbedingt rückläufigen Auftragslage. Im Herbst vergangenen Jahres wurde ein Sanierungskonzept entwickelt, die Geschäftsanteile wurden an die Haidlmair Holding GmbH abgetreten. Doch die Rettungsmaßnahmen brachten nur geringfügige Verbesserungen.

Nun zog die neue Eigentümerin die Reißleine: Die Haidlmair Holding stellte die Finanzierung mit sofortiger Wirkung ein und leistet keine weiteren Zahlungen mehr. Damit sei die Gesellschaft nicht mehr in der Lage, den Geschäftsbetrieb aus eigener Kraft wirtschaftlich sinnvoll und ohne Liquiditätsengpässe fortzuführen, heißt es in der Mitteilung.

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Schließung wahrscheinlich

Im Rahmen des Sanierungsverfahrens ist laut Unternehmensangaben voraussichtlich eine Schließung vorgesehen. Der Betrieb soll nur noch solange fortgeführt werden, bis bereits begonnene Aufträge abgeschlossen oder die Vertragsverhältnisse im Zuge des Insolvenzverfahrens aufgelöst werden. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens liegt bei der noch zu bestellenden Insolvenzverwaltung.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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