Bittere Millionenpleite einer bekannten Schlosserei

Wirtschaft

Über die Caroline Biribauer GmbH, eine Schlosserei in Marz, wurde beim Landesgericht Eisenstadt ein Konkursverfahren eröffnet. Das betrifft 37 Mitarbeiter und 84 Gläubiger. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) auf rund zwei Millionen Euro.

Das Unternehmen mit Sitz in der Industriestraße 12 in Marz wurde 1994 ins Firmenbuch eingetragen und wird in dritter Generation als Familienbetrieb geführt. Im Geschäftsjahr 2024 wurde noch ein Bilanzgewinn in Höhe von 564.700 Euro geschrieben. Die Verbindlichkeiten wurden mit 1,9 Millionen Euro beziffert.

Die Insolvenzursachen

Die Insolvenz kommt nicht überraschend: Der AKV nennt als Ursachen den Rückgang der Auftragslage sowie drastisch gestiegene Kosten für Energie, Material und Personal. Diese Entwicklung habe das Unternehmen wirtschaftlich nicht mehr verkraften können.

Betriebshalle auf fremdem Grund

Die Vermögenslage ist komplex: Die Schuldnerin ist Eigentümerin der Betriebshalle, die als sogenanntes Superädifikat – also als Gebäude auf fremdem Grund – auf einer Liegenschaft steht, die der Geschäftsführerin gehört. Der genaue Wert des Anlage- und Umlaufvermögens muss erst durch die Insolvenzverwaltung ermittelt werden. Auch offene Forderungen werden derzeit auf ihre Einbringlichkeit geprüft.

Sanierung nicht geplant

Die Löhne wurden laut AKV bis einschließlich April 2026 bezahlt. Das Unternehmen soll kurzfristig fortgeführt werden, um laufende Aufträge noch fertigzustellen. Danach ist eine Liquidation geplant. Eine Entschuldung wird nicht angestrebt, was bedeutet, dass die Gläubiger mit erheblichen Ausfällen rechnen müssen.

Die Insolvenz reiht sich ein in eine Serie von Unternehmenszusammenbrüchen im mittelständischen Gewerbe, die unter dem Druck steigender Kosten und schwacher Konjunktur leiden.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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