„Bin nicht rassistisch, aber…“: Fußballkommentator sorgt für Empörung

Sport

Als vermeintliche Analyse wollte der ehemalige Stürmer von Atlético Madrid, Rade Bogdanović, wohl das WM-Spiel zwischen Belgien und dem Iran im serbischen öffentlich-rechtlichen Sender RTS kommentieren. Doch als sein Satz mit den Worten „Ich bin nicht rassistisch, aber…“ begann, waren die Zuschauer gewissermaßen vorgewarnt. Denn was danach folgte, war alles andere als eine neutrale Bewertung des Spiels.

Laut Bogdanović fehle es schwarzen Spielern an Konzentration, um länger als 60 bis 80 Minuten durchhalten zu können. Sein Urteil bezog sich auf die Rote Karte, die der belgische Verteidiger Nathan Ngoy in der 66. Minute erhielt. „Wenn wir gespielt haben, mussten wir manchmal unsere eigenen Spieler schützen, um sie davon abzuhalten, Fehler zu machen“, fügte der ehemalige Kicker in der Live-Sendung hinzu.

„Darf bei einer WM nicht passieren“

Der Moderator erwiderte, dass auch die französische Nationalmannschaft viele schwarze Spieler habe, die über die gesamten 90 Minuten konzentriert wirkten. Rade Bogdanović beharrte allerdings auf seiner Meinung. „So etwas kann auf dem Niveau einer Weltmeisterschaft nicht passieren“, erklärte der Ex-Fußballer.

Seine Äußerungen lösten in den sozialen Netzwerken eine breite Diskussion aus. Dennoch wurde Bogdanović bereits einen Tag später wieder als Experte für das Spiel Österreich gegen Argentinien ins RTS-Studio geholt.

Bogdanović zeigt Reue

In einer Stellungnahme gegenüber Reuters entschuldigte sich der 56-Jährige für seine „Äußerung über schwarze Fußballspieler“. Auch der Sender rechtfertigte sich damit, dass Rade Bogdanović kein fixer Angestellter sei, sondern als externer Experte für die diesjährige Weltmeisterschaft beim RTS mitwirke.

„Wir möchten uns als Sender an dieser Stelle für die in unserer Sendung getätigte Äußerung über Angehörige einer bestimmten Ethnie entschuldigen“, erklärte der Sender.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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