Auf zum Giganten bei der Tour: Nach dem Sprint wartet der „mörderische“ Berg

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Am 21. Juli 1910 wurde der Col du Tourmalet erstmals bei der Tour de France befahren. Als Führender überquerte damals Octave Lapize die Passhöhe. In Richtung der Organisatoren brüllte der 22-Jährige: „Sie sind Mörder, ja Mörder!“ Denn die Etappe führte nicht nur über den 2.115 Meter hohen Tourmalet, sondern über weitere vier Pässe und insgesamt 326 (!) Kilometer.

Der Franzose gewann die Monster-Etappe und wenige Tage später auch die Tour. Zu seinen Ehren steht seit 1999 auf der Passhöhe die Skulptur eines Radrennfahrers, der Géant du Tourmalet (Riese des Tourmalet).

Seitdem wurde der Riese in den Pyrenäen nach offizieller Zählung 85 weitere Male befahren, so oft wie kein anderer Berg.

Auf der sechsten Etappe der Tour erfolgt am Donnerstag die nächste Überquerung. Von Pau führt die Strecke in die Pyrenäen über den Col d’Aspin (1.489 m), den Col du Tourmalet bis zur (moderaten) Bergankunft in Gavarnie-Gedre. Das Finale ist neu für die Fahrer und liegt in einem Nationalpark. Wer um den Etappensieg fahren will, muss spätestens am Tourmalet attackieren – also rund 40 Kilometer vor dem Ziel. Ob Tadej Pogacar und die anderen Anwärter auf die Spitzenplätze viel Risiko nehmen und schon am Tourmalet ihre Karten aufdecken, oder die Entscheidung erst im Schlussanstieg suchen, wird sich weisen (live ServusTV, Eurosport).

Sprintsieg an Kooij

Am Mittwoch führte die fünfte Etappe über 158,3 eher flache Kilometer von Lannemezan nach Pau. Den Tagessieg holte sich Olav Kooij (NED) im Sprint. Im Gelben Trikot des Gesamtführenden bleibt Torstein Traeen (NOR).

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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