Gartenhäuser im Wandel: Was moderne Modelle kosten

Wirtschaft

Es gibt Dinge im Garten, die liebt man. Und solche, deren Anblick einen kaum erfreut. Der Rasenmäher gehört selten zur ersten Kategorie, der alte Geräteschuppen schon gar nicht. Meist steht er irgendwo am Rand, oft schon verwittert, vergleichbar mit dem Charme eines Komposthaufens. Praktisch zwar, aber optisch eher Kategorie „notwendig halt“.

Dass sich das gerade ändert, hat weniger mit Trends zu tun als mit dem gestiegenen Anspruch: Der Garten wird gestaltet, durchdacht, optimiert. Und damit verändert sich auch, was darin Platz findet.

„Moderne Gartenhäuser entwickeln sich weg von der reinen Blechhütte hin zum architektonischen Gestaltungselement“, sagt Hermann Hinterwallner, Experte für Raumsysteme bei Siebau Österreich. Klare Linien, Flachdächer und präzise Proportionen sorgen dafür, dass Stauraum heute Teil der Gesamtgestaltung wird. Dazu kommt Funktionalität, die deutlich über das klassische „Abstellen“ hinausgeht: Integrierte Lichtbänder, breite (Doppel-)Türen, strukturierte Innenlösungen. 

Gerätehäuser werden heller, zugänglicher und vor allem übersichtlicher – ein Detail, das im Alltag erstaunlich viel ausmacht. Wie weit sich das Thema inzwischen entwickelt hat, zeigt der Blick auf modulare Systeme wie jene von Garten Kubus.

„Statt eines zweckgebundenen Abstellraums entsteht ein architektonisches Element, das sich wie eine Skulptur in den Garten integriert“, erklärt Vertriebsleiterin Nicole Buck. Der große Vorteil liegt in der Flexibilität: Größen werden zentimetergenau geplant, Grundrisse lassen sich zonieren, und durch Trennwände oder zwei Zugänge können unterschiedliche Nutzungen sauber voneinander getrennt werden – etwa Geräte, Fahrräder oder Pooltechnik. „Was heute als Gerätehaus dient, kann später problemlos umgenutzt werden, etwa als Homeoffice oder Sauna.“

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Auch die Planung selbst wird einfacher

 „Über Online-Konfiguratoren können Kunden ihr Gartenhaus auf Maß individuell zusammenstellen – von der Größe bis zur Fassade“, so Buck. „Die Herausforderung besteht darin, Funktionalität und Minimalismus in Einklang zu bringen.“ Konstruktiv habe sich ebenfalls viel getan. Moderne Systeme arbeiten mit Holzständerwerken auf Aluminiumrahmen, wodurch das Material vom Boden entkoppelt wird und so Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit bietet. Buck: „Dämmstärken von bis zu 20 Zentimetern sind keine Seltenheit mehr“. Ein Detail, das den Stauraum ganzjährig nutzbar macht. Selbst Dachbegrünung oder vorbereitete Elektroinstallationen werden mitgedacht.

Im klassischen Segment zeigt sich der Fortschritt etwas nüchterner, aber nicht weniger relevant. Denn entscheidend für die Langlebigkeit ist die Materialwahl. Holz wirkt warm und natürlich, verlangt aber regelmäßige Pflege. Kompakte Modelle aus einbrennlackiertem Stahlblech bieten stabile Konstruktionen mit Schneelasten bis zu 200 kg/m², abschließbaren Türen und speziellen Lichtlösungen über Oberlichter oder integrierte Fenster-Elemente.

Größen um 2,6 mal 2,3 Meter decken den typischen Bedarf gut ab und bleiben dennoch platzsparend. Stahl bleibt durch Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung über Jahrzehnte stabil und unempfindlich gegenüber Witterung und UV-Strahlung. Der Vorteil: „Diese Häuser sind praktisch wartungsfrei und benötigen weder Streichen noch aufwendige Pflege“, so Hinterwallner. Alternativ setzen Holz-HPL-Kombinationen auf eine etwas wohnlichere Anmutung. Vorgefertigte Wandelemente erleichtern die Montage, während HPL-Fassadenplatten durch ihre Kratzfestigkeit und Witterungsbeständigkeit überzeugen.

Beim Preis zeigt sich die ganze Bandbreite: „Hochwertige Design-Modelle starten bei etwa 3.500 Euro und können – je nach Größe und Ausstattung – bis zu 10.000 Euro oder mehr kosten“, so Hinterwallner. Für kleinere Gärten oder Terrassen gewinnen kompakte Gartenschränke an Bedeutung: schlank, oft modular erweiterbar und ideal für alles, was schnell griffbereit sein soll, wie Werkzeug …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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