Wie Tadej Pogacar der Tour de France die Spannung nimmt

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Wenn Tadej Pogacar nicht vom Blitz getroffen wird oder aus einem anderen Grund von seinem Rennrad fällt, wird er die Tour de France 2026 gewinnen. Es wäre sein fünfter Tour-Sieg nach 2020, 2021, 2024 und 2025. Schön für ihn. Weniger schön für die Konkurrenz und für viele Fans.

Der 27-jährige Slowene ist heuer nicht nur in guter Form. Er ist seinen Rivalen nicht einfach überlegen. Er zertrümmert sie. 

Auf der sechsten Etappe am Donnerstag attackierte Pogacar, der Meister der Solo-Flucht, im Anstieg zum Tourmalet unwiderstehlich. Innerhalb weniger Sekunden verloren seine Herausforderer sein Hinterrrad. 

Herausforderer? 

Keine Gegner für den Weltmeister

Es scheint, als könnte niemand Pogacar herausfordern. Neben dem Radsport-Giganten findet in diesem Jahr niemand Platz. Der Weltmeister ist der Konkurrenz so weit enteilt, dass es für den Rest des Feldes nur noch um Rang zwei geht. Im Ziel in Gavarnie-Gedre sprach Pogacar schon über einen seiner „fünf schönsten Siege“, als sich ein völlig erschöpfter Jonas Vingegaard mit 2:38 Minuten Rückstand als Zweiter über die Ziellinie schleppte. Fassungslos schüttelte der Däne den Kopf. Der Traum von seinem dritten Tour-Sieg scheint bereits ausgeträumt zu sein.

„Ich bin heute viel zu früh aufgewacht, um 7 Uhr morgens. Ich konnte einfach nicht lange schlafen, weil ich mich so auf den heutigen Tag gefreut habe“, sagte Pogacar, nachdem er das Regenbogentrikot des Weltmeisters aus- und das Gelbe Trikot angezogen hatte. „Wir dachten uns: Wir gehen all in. Was kann schon Schlimmes passieren?“ Pogacars Teamkollege Nils Politt ergänzte im ARD-Interview: „Er hat einfach gesagt, dass er richtig Bock hat. Und wenn er richtig Bock hat, dann gibt er Gas.“

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Allerdings, die Tour de France lebt von den Geschichten der großen Duelle. Coppi gegen Bartali, Anquetil gegen Poulidor, LeMond gegen Fignon und natürlich Armstrong gegen Ullrich zum Höhepunkt des (Blut-)Dopings.

Heuer gibt es kein Duell. Mit seiner grotesken Überlegenheit raubt Pogacar der Tour die Spannung. 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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