ImPulsTanz: Chinesischer Schriftzeichentanz im Jahr des Drachens

Kultur

Von: Silvia Kargl

Mit dem TAO Dance Theater gastiert – erneut – die bekannteste Tanzcompagnie Chinas bei ImPulsTanz, die sich auch der Arbeit mit Laien öffnet und ein Modelabel unterhält. Die Begegnung ist eine Erweiterung im vielfältigen Programm.

„18“ ist die Uraufführung in den „Numerical Series“ der Choreografien Tao Yes. Die Aufteilung von 18 Tänzerinnen und Tänzer auf zwei Gruppen zu je drei mal drei entspricht einer geometrischen Struktur, nach der Tao Ye seine Stücke konzipiert. Jede Gruppe agiert für sich synchron, und doch sind individuelle Unterschiede durch die graugrünen, um die Körperformen schwingenden Kostüme der Co-Direktorin Duan Ni zu sehen, zusätzlich auch in den stylishen und unterschiedlichen Haarschnitten der Performer.

Wogende Gräser

Auf den ersten Blick wirken die wellenartigen Bewegungen, die vom Oberkörper ausgehen und sich bis zum Kopf erstrecken, monoton. Doch mit der Zeit treten feine Nuancen hervor. „18“ geht von der Fortführung chinesischer Schriftzeichen im Tanz aus, westliche Augen mögen auch an wogende Gräser im Wind denken. Die beiden Neuner-Gruppen verschmelzen am Ende zu einer Masse.

Vor „18“ wird im Burgtheater „16“ aufgeführt – mit 16 Tänzerinnen und Tänzern. Durch schwarze Kostüme von Duan Ni sind nur ihre Hände, Füße und Gesichter zu sehen. Diesmal ist die Vorgabe die Figur eines chinesischen Drachens, der sich ganz ohne Kitsch und Maskierung durch Drehungen, Wendungen und Positionswechsel einzelner langsam fortbewegt. Für beide Stücke komponierte Xiao He die Musik, die in ihren Wiederholungen an Minimal Music erinnert. Wieder besticht die Synchronität der Compagnie, die den eigenen Stil Tao Yes ausgezeichnet beherrscht.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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