
Der inhaftierte Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu schließt sich der neu gegründeten „Neuen Partei“ an. Das gab der schärfste politische Rivale von Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Mittwoch bekannt.
Er trete nach 17 Jahren aus der Republikanischen Volkspartei (CHP) aus, erklärte İmamoğlu auf der Kurznachrichtenplattform X.
„Hoffnungsvollere Zukunft für die Türkei“
„Heute eröffnen wir einen NEUEN Weg, um eine stärkere, demokratischere und hoffnungsvollere Zukunft für die Türkei aufzubauen.“
Im Juli hatten Oppositionsführer Özgür Özel und 90 weitere Abgeordnete die Neue Partei gegründet, nachdem ein Gericht Özel als CHP-Vorsitzenden abgesetzt hatte.
İmamoğlu sitzt seit mehr als einem Jahr wegen Korruptionsvorwürfen, die er zurückweist, in Untersuchungshaft. Wenige Tage nach seiner Festnahme im März 2025 war er zum Präsidentschaftskandidaten der CHP gewählt worden. Die Neue Partei ist bereits die zweitgrößte Kraft im Parlament und dürfte die meisten CHP-Wähler anziehen.
Die Zersplitterung der Opposition könnte jedoch Erdoğans Chancen erhöhen, seine 23-jährige Herrschaft bei den für 2028 geplanten Wahlen zu verlängern. Opposition und Menschenrechtsgruppen kritisieren die Inhaftierung Hunderter CHP-Mitglieder seit 2024 als politisch motiviert. Die Regierung weist dies zurück und betont die Unabhängigkeit der Justiz.
Source:: Kurier.at – Politik



