Das sagt win2day zur Benachteiligung von Österreichs Eishockey-Frauen

Sport

Trotz der sportlichen Erfolge von Frauen- und Männer-Nationalteams erlebt Österreichs Eishockey aufgrund seiner Funktionärskrise eine schlimme Phase. Seit mehr als einem Jahr kommt Österreichs Eishockey-Verband aus den Schlagzeilen nicht heraus.

Die jüngste Fehlentwicklung im ÖEHV deckte die Gewerkschaft younion mit den Spielerinnen des Nationalteams auf. Es ging um ungleiche Behandlung zu den Herren, besonders, was Rahmenbedingungen wie Unterbringung, Ausrüstung, Kabinen und letztlich auch das fehlende Taggeld betrifft. Weil die Gespräche über Monate keine Ergebnisse brachten, fühlten sich die Spielerinnen nicht respektiert und gingen an die Öffentlichkeit. Außerdem kündigten sie an, trotz der erstmaligen Qualifikation die A-WM im November in Dänemark zu boykottieren, wenn es keine Einigung mit der Verbandsführung gibt. Angesprochen sind natürlich Präsident Klaus Hartmann, sowie seine für die Frauen verantwortliche Vizepräsidentin Yasmin Stepina, und natürlich Manager Martin Kogler.

„Jegliche Form der unsachgemäßen Benachteiligung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen lehnen wir mit Nachdruck ab.“

Besonders pikant sind die Geschichten aus der Frauen-Abteilung, da Sponsor win2day sehr auf Gleichberechtigung setzt und sein Sponsoring nach diesem Gesichtspunkt auch ausrichtet. Zur Einschätzung der Bedeutung der Partnerschaft: win2day ist laut der Klage des Eishockey-Verbandes gegen den KURIER vom April 2025 der einzige Sponsor, der Geld einzahlt. Den Unterlagen zur Folge landen beim Verband jährlich 189.000 Euro.

Der KURIER fragte bei win2day nach und bekam eine ausführliche Stellungnahme, in der das Unternehmen die Bedeutung der Maßnahmen im ÖEHV für eine anstehende Vertragsverlängerung betont.

Die Stellungnahme von win2day im Wortlaut:
„In allen Kooperationen der Österreichischen Lotterien bzw. win2day haben gesellschaftspolitisch zentrale Themen wie Geschlechtergerechtigkeit oder Inklusion zentrale Bedeutung. Dieselbe Wertschätzung für Männer-, Frauen- und Para-Sport. Das ist uns wichtig!
Dies schlägt sich somit nieder in der grundsätzlichen Auswahl von Partnern, der Vertragsgestaltung und auch der Kommunikation und Präsentation der Zusammenarbeit.

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Daher haben wir die aktuellen Diskussionen rund um den Eishockeyverband natürlich aufmerksam verfolgt. Immerhin sind die bisherigen positiven Ergebnisse unserer Kooperation sehr erfreulich, wie beispielsweise das Erreichen der A-Weltmeisterschaft der Frauen oder die Gründung der Frauen-Liga. Jegliche Form der unsachgemäßen Benachteiligung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen lehnen wir mit Nachdruck ab.

Gleichzeitig nehmen wir als Sponsor keinen unmittelbaren Einfluss auf sportliche oder finanzielle Entscheidungen eines autonomen Verbandes. Wir gehen davon aus, dass der Eishockeyverband seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bestmöglich nachkommen wird und tragfähige Lösungen für alle Beteiligten finden wird. Bei der anstehenden Vertragsverlängerung werden wir mit Nachdruck versuchen, auf eine Angleichung gewisser Standards hinzuwirken.“

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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