Große Preisunterschiede: Wie man zum Schulbeginn sparen kann

Wirtschaft

Die Ferien neigen sich langsam dem Ende zu, der Schulstart rückt näher. Für viele Kinder ist das eine aufregende Zeit, für die Eltern häufig eine teure. Mehrere hundert Euro können Schulartikel für ein Kind kosten. Doch es gibt Einsparpotenzial, denn die Preise unterscheiden sich teilweise enorm.

Einen direkten Preisvergleich für Stifte, Hefte und Co hat etwa die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich angestellt. Dafür wurden Warenkörbe für Erstklässler in der Volksschule und in der Mittelschule gepackt (ohne Schultasche). Diese wurden dann bei insgesamt neun Anbietern preislich verglichen – von den bekannten Markenartikeln bis hin zu günstigen Alternativprodukten.

Schulsachen sind mehr als doppelt so teuer

Das Ergebnis war eindeutig: Für die Markenprodukte legen Eltern rund doppelt so viel hin wie für die aus dem Diskonter. Bei Schulanfängern liegt der Preis laut Erhebung zwischen 78,68 Euro bei den günstigen Produkten und 153,42 Euro bei den teureren. Beim Einkauf für die Mittelschule ist der Unterschied mit 106,44 versus 223,54 Euro noch größer. „Eltern geben durchschnittlich pro Schulkind und Schuljahr erhebliche Beiträge aus. Das zeigt unsere jährliche Schulkosten-Erhebung“, kommentiert AK-Präsident Andreas Stangl das Ergebnis.

Um nicht in die Kostenfalle zu tappen, empfiehlt die AK, sich vor dem Einkauf nach Preisvorteilen bei den Anbietern zu erkundigen. Einige Händler bieten rund um den Schulstart Aktionspreise für verschiedene Produktgruppen an.

Das mache sich besonders bei teureren Produkten bemerkbar. Bei Filzstiften ist der Unterschied am größten. Die höherpreisige Variante kostet ganze 21 Euro mehr als das Pendant vom Diskonter. Beim Schnellverstell-Zirkel lassen sich bis zu 12 Euro sparen, beim Kauf einer Füllfeder bis zu 5 Euro. Vor allem bei Produkten, bei denen mehrere Stück gekauft werden müssen (wie etwa bei Heften), rentiert sich der Vergleich. Dort addieren sich Preisunterschiede schnell zu einem beträchtlichen Betrag.

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Günstige Produkte werden oft zur Enttäuschung

Dass Kunden durch Rabatte sparen können, bestätigt auch Andreas Auer, WKÖ-Obmann des Papier-, Büro- und Schreibwarenhandels. Gerade aktuell zum Schulstart würden viele Händler mit Aktionen werben. Den AK-Preisvergleich kritisiert er: „Da werden Preise verglichen ohne Rücksicht auf Qualität, Design oder Nachhaltigkeit.“ Gerade diese würden die Preisunterschiede oft rechtfertigen. Vermeintlich günstige Produkte würden häufig enttäuschen: „Wenn Buntstifte von Billiganbietern einfach abbrechen oder sich nicht spitzen lassen, dann hat das Kind auch keine Freude.“

Bei der richtigen Auswahl helfe die Beratung in Fachgeschäften, die im Diskonter fehle. Insgesamt würden die wenigsten Eltern beim Schulbedarf primär auf den Preis achten. „Bei der Schule wird nicht gespart“, sagt Auer. Insbesondere bei der Erstausstattung von Erstklässlern werde häufig auf Markenprodukte zurückgegriffen.

Für die heimischen Papier- und Schreibwarenhändler ein wichtiges Geschäft: Für sie macht das Schulgeschäft mit rund 300 Millionen Euro etwa 30 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes aus. Zwei Drittel davon mache die Branche in den Wochen rund um den Schulbeginn. Wie in den vergangenen Jahren rechne man auch heuer wieder mit einem sehr guten Geschäft, so Auer.

Schultaschen kosten jeweils bis zu 300 Euro

Neben Stiften und Heften stellt die Schultasche einen besonders großen Kostenpunkt dar. Angesagte Designs und ergonomische Passform können bei beliebten Herstellern bis zu 300 Euro kosten. Diskontprodukte gibt es wiederum bereits um rund 50 Euro. Eltern sehen sich häufig unter Druck, ihren …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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