Innovativer Wettersatellit nutzt Technik aus Niederösterreich

Wirtschaft

Am Donnerstag wurde im französischen Übersee-Departement Französisch-Guayana ein neuer Wettersatellit namens „Meteosat Third Generation Imager-2“ ins All gestartet. Er wurde in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern stationiert. Künftig soll er hochauflösende Bilder von Europa liefern und somit präzisere Daten für Wetterprognosen und Warnungen bereitstellen. Mithilfe der neuen Informationen sollen Unwetter wie Starkregen früher erkannt und die Bevölkerung rechtzeitig vor Extremereignissen gewarnt werden.

Wichtige Bauteile dafür stammen aus dem niederösterreichischen Triestingtal. So wird die mehrschichtige Thermalisolation für die Meteosat-Satelliten im Beyond-Gravity-Werk in Berndorf (Bezirk Baden) gefertigt. Sie besteht aus mehreren Lagen ultradünner Spezial-Polyimidfolien und schützt die empfindliche Satellitentechnik vor den extremen Temperaturbedingungen im All. 

Thermalschutz aus Berndorf

Die Isolation soll den Satelliten vor Temperaturschwankungen von rund minus 200 bis plus 200 Grad Celsius schützen. „Im Vakuum des Weltraums entfaltet unser Thermalschutz die Isolationswirkung einer meterdicken Ziegelmauer“, sagt Wolfgang Pawlinetz, Geschäftsführer und Leiter des Thermal- und Mechanismengeschäfts bei Beyond Gravity Austria. Nicht nur die Teile des Wettersatelliten, sondern auch die der Trägerrakete Ariane 6 kommen aus Berndorf. Das Unternehmen aus Niederösterreich lieferte dafür Hochtemperaturisolierungen, ebenso wie für einen Teil des Triebwerks.

Kameraschutz aus Wien 

Auch aus Wien kommt wichtige Technik für die Raumfahrt: Am Wiener Standort von Beyond Gravity Austria wurde eine große Kameraabdeckung entwickelt, die wie eine Sonnenblende funktioniert. Diese schützt die empfindliche Kamera während des Raketenstarts vor Verunreinigungen. Im All öffnet sich die Abdeckung einmalig und wird anschließend in geöffneter Position verriegelt. 

Darüber hinaus lieferte das Unternehmen Nachfokussierungsmechanismen, die dafür sorgen, dass die optischen Instrumente nach den starken Erschütterungen beim Start wieder präzise scharfstellen können. 

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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