Haimbuchner will Wahlordinationen statt Ambulanzen im Spital

Politik

Die Freiheitlichen Oberösterreich wollen in ihrem Bundesland das Gesundheitswesen neu ordnen und dazu die Spitalsambulanzen in Wahlarztordinationen umwandeln. Damit werde das Landesbudget entlastet, weil für den niedergelassenen Bereich nicht das Land sondern die Sozialversicherungen zuständig sind. Landesparteichef und Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner hat am Donnerstag Teil eins der Herbstkampagne mit dem Titel „Heimat braucht Haltung“ präsentiert.

Seit einigen Tagen hängen auch die entsprechenden Plakate mit dem Konterfei Haimbuchners in Oberösterreich, drei „konkrete Konzepte aus unterschiedlichen Politikbereichen“ soll es in den kommenden Wochen geben. Den Auftakt machte der Themenkomplex medizinische Versorgung und Gesundheit. Mit 1,72 Milliarden Euro ist dieser Bereich der größte Anteil am Landesbudget mit zehn Milliarden Euro. Demografische Entwicklung und medizintechnischer Fortschritt werden die Kosten weiter in die Höhe steigen lassen, aber auch „Fehlentwicklungen“, so der FPÖ-Landesparteichef.

Krankenhaus keine „zentrale Eintrittspforte“

Das teure Krankenhaus sei „zentrale Eintrittspforte“ für alle Patienten geworden. Um eine Steuerung zu erreichen, sollen laut Vorstellung der FPÖ die Spitalsambulanzen durch vorgelagerte Wahlordinationen ersetzt werden. Der niedergelassene Arzt entscheide dann über die weitere medizinische Versorgung. Damit dem Patienten keine Mehrkosten entstehen, müsste das Land den Selbstbehalt beim Wahlarzt übernehmen, so Haimbuchner. „Das Land würde sich Kosten sparen, indem die Sozialversicherung ihrer verpflichteten Leistung nachkommt“, so die Argumentation.

Außerdem gehöre für Haimbuchner der hausärztliche Notdienst nachts, wenn die vorgelagerten Ordinationen geschlossen sind, dorthin in diese Räumlichkeiten. Diese Ressourcen sollten dem hausärztlichen Notdienst zur Verfügung gestellt werden. Um bei den teuren Krankenhausaufenthalten einzusparen, sollte auch bei den Entlassungen umstrukturiert werden. Personen, die keine Akutversorgung mehr benötigen, aber aus einem Grund nicht entlassen werden können, müssten auf „Nursing-Only-Stationen“ verlegt werden. Dort finde keine kostenintensive medizinische Akutversorgung statt, sehen die Freiheitlichen ein weiteres Einsparungspotenzial.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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