Vier Tricks, mit denen Sie länger leben und fit bleiben

Wirtschaft

Fragt man den US-amerikanischen Unternehmer Bryan Johnson, was er sich inständig wünscht, lautet die Antwort: ewig jung zu sein (siehe Bild unten). Ein Anspruch, der vor einigen Jahren noch völlig überzogen wirkte, heute aber doch Anklang findet. Zumindest im weiteren Sinn. Longevity bzw. Langlebigkeit ist aktueller denn je. Gemeint ist damit nicht nur ein längeres, sondern vor allem ein länger gesundes und aktives Leben.

Ein Wunsch, der auch dem Arbeitsmarkt nicht ungelegen kommt, gerade jetzt, da das Pensionsalter angepasst wird und Beschäftigte möglichst lange aktiv im Erwerbsleben bleiben sollen. Immerhin definiert Christine Hoffmann-Schütz, Executive Coach und Psychologin, es als „das Streben nach einem langen Leben mit hoher Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und viel Energie.“

Aber wie gelingt das?

Gesundheit als Führungstrend

„Es beginnt damit, die eigene Energie als wichtigste Führungsressource wahrzunehmen“, sagt die Expertin. Studien würden zeigen, dass man mit voller Energie bessere Entscheidungen trifft, sich besser konzentrieren kann und produktiver ist. „Da macht es ja total Sinn, darauf zu schauen, dass die Leistungsträger eines Unternehmens ihr volles Potenzial nutzen können.“

Christine Hoffmann-Schütz spricht hier von „Longevity Leadership“, einem Führungsansatz, der persönliche Gesundheit und nachhaltige Leistungsfähigkeit mit langfristigem unternehmerischem Erfolg verbindet. „Das bedeutet nicht, dass Arbeitgeber verantwortlich für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden sind, aber sie sind dafür verantwortlich, Rahmenbedingungen zu schaffen, die das erleichtern.“

Neben der Ernährung (mehr dazu unten) gibt es drei weitere zentrale Hebel, die man für Longevity nutzen kann.

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„Wir leben in einer Zeit, in der Erfahrung, höhere Resilienz und Gelassenheit, die ältere Menschen mitbringen, extrem gebraucht werden. Nur nimmt die Leistungsfähigkeit bei den meisten sehr stark ab“, so Hoffmann-Schütz. Es beginne mit dem Satz: Dafür bin ich zu alt. „Das ist nicht nur so banal dahergesagt, sondern eine neurobiologische Selbstsabotage“, warnt sie. Eine Art Altersselbstdiskriminierung. Wer so denkt, würde ab einem gewissen Alter keine Ausbildungen mehr machen, nichts Neues mehr lernen, keine neuen Erfahrungen sammeln. „Dabei brauchen wir für unser Gehirn genau das. Je vorhersehbarer unser Leben wird, desto größer ist auch der neurologische Abbau.“

Wer wiederum ein positives Altersbild pflegt, könne sogar das Demenzrisiko um bis zu 44 Prozent senken, erklärt die Coachin.

Aktiv bleiben: Warum man an Sport nicht vorbeikommt

Auch wenn es wenig überraschend ist: Sport trägt maßgeblich zur Gesundheit bei. Hoffmann-Schütz geht so weit zu sagen, dass Sitzen das neue Rauchen ist. „Wenn man jeden Tag zehn Minuten lang zügig geht, verlängert man sein Leben schon um 3,9 Jahre. Bei 75 Minuten Joggen pro Woche hat man schon zwölf Jahre gewonnen.“ Der Marathon-Arzt Robert Fritz legte vergangene Woche beim KURIER Female Empowerment Event vor allem Frauen ans Herz, mehr Ausdauersport zu machen, wie etwa Joggen. Es beuge Osteoporose vor. „Das ist das Schöne an Longevity: Es gibt unserem Leben einerseits mehr Jahre und unseren Jahren mehr Leben“, so die Expertin.

Wie man das in den Job integriert? Morgenmeetings vielleicht beim Spazierengehen machen, in Büros stehend arbeiten. Es sind die kleinen Dinge, die einen riesigen Unterschied machen. Nicht nur langfristig, sondern sofort. „Es steigert die Kreativität und man trifft bewiesenermaßen bessere Entscheidungen“, sagt sie.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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