
Zehn Wochen ist es her, dass sich Österreichs Team im Sechzehntelfinale gegen Spanien von der WM in den USA verabschiedet hat. Seither haben sich Spieler und Teamchef auch nicht wieder gesehen. Wenn am Montag Ralf Rangnick um 14 Uhr seinen Teamkader für die Nations-League-Spiele Ende September und Anfang Oktober nominiert, beginnt ein neues Zeitalter für das Nationalteam. Oder nicht? Ein Ausblick.
Worum geht es in der Nations League?
Nachdem bei der WM die Ergebnisse okay, die Leistungen aber nicht wie gewünscht waren, würde bei Niederlagen gegen Israel, Irland und den Kosovo die lange Zeit so gute Stimmung rund ums Team kippen können. Darüber hinaus gibt es noch zwei gute Gründe für Siege: Zum einen geht es darum, sich das Selbstverständnis zurückzuholen und zum anderen um eine Hintertür zur EM 2028. Sollte bei der Qualifikation für die Endrunde in Großbritannien und Irland etwas schieflaufen, hätte man als Gruppensieger in der Nations League noch immer die Möglichkeit, ein EM-Ticket zu lösen. Die Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen erfolgt jedenfalls auch noch in diesem Jahr, am 6. Dezember in Belfast.
Hat Rangnick Zeit, um Neues einzustudieren?
Sicher nicht. Das Team trifft sich am Montag, den 21. September, im oberösterreichischen Windischgarsten und trifft drei Tage später in Linz auf Israel. Weil am Montag noch viele Spieler von ihren Einsätzen beim Klub regenerieren und am Mittwoch schon wieder das Abschlusstraining auf dem Programm steht, gibt es nur eine echte Trainingseinheit am Dienstag. Und drei Tage später geht es in Wien gegen den Kosovo schon weiter.
Wird der Kader ein ganz neues Gesicht haben?
Unwahrscheinlich. Den Großteil des Aufgebots werden Spieler des WM-Kaders bilden. Viele Stammkräfte wie Laimer (29), Xaver Schlager (28), Seiwald (25), Posch (29) oder Lienhart (30) sind im besten Fußballer-Alter. Außer jenem von Marko Arnautovic gibt es auch keinen Rücktritt. Denkbar ist ein Comeback von Maximilian Wöber (27), der die WM aus Verletzungsgründen verpasst hat und nun wieder fit ist. Anzunehmen ist auch, dass Rangnick wieder Rücksicht auf das U21-Team nehmen wird, dem zeitgleich Entscheidungsspiele in der EM-Qualifikation bevorstehen. Das spricht gegen ein Teamdebüt von Sturms Jacob Peter Hödl oder eine Rückkehr ins A-Nationalteam von Rapids Nikolaus Wurmbrand.
Welche neuen Gesichter könnten dabei sein?
Sascha Horvath zeigt mit guten Leistungen schon länger auf. Gegen den LASK-Kapitän spricht, dass er 30 ist und im zentralen Mittelfeld kein Bedarf herrscht. Ein Kandidat ist der 19-jährige Salzburg-Goalie Christian Zawieschitzky. Gute Chancen hat Salzburg-Kapitän Nikolas Veratschnig (23), der schon einmal im Team dabei war, ohne zu spielen.
Wird David Alaba dabei sein?
Das wäre diesmal äußerst überraschend. Nachdem der Kapitän nach der WM keinen Rücktritt verkündet hat, muss man davon ausgehen, dass er auch im Team weitermachen will. Allerdings: Das letzte Mannschaftstraining hat der vereinslose Alaba am Tag vor dem WM-Aus absolviert. Das kann trotz seiner Verdienste nur schwer für ein Nationalteam reichen.
Wie sieht das Programm des ÖFB-Teams aus?
Nach den beiden Heimspielen gegen Israel (Linz) und den Kosovo (Wien) geht es am 1. Oktober in Dublin gegen Irland gleich weiter. Am 4. Oktober ist man im Kosovo zu Gast. Erstmals werden bei diesem Länderspieltermin vier Partien ausgetragen, dafür wird …read more
Source:: Kurier.at – Sport



