Deshalb wird Alexander Zverev eine würdige Nummer eins der Tennis-Welt

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Seitenwechsel im Tennis. Alexander Zverev setzt sich kurz hin, trinkt einen Schluck und greift in seine Tasche. Er sticht sich in den Finger, schaut auf ein Messgerät und setzt sich dann eine Spritze in den Bauch. Insulin. Das braucht er, um Leistung zu bringen. Der 29-Jährige leidet an Typ-1-Diabetes. Als Kind sagte ihm ein Arzt, er werde nie Leistungssport betreiben können.

Alexander Zverev hat das nie akzeptiert. Noch in diesem Jahr wird er die Nummer eins der Tennis-Welt werden. 35 Jahre nach Boris Becker wird also wieder ein Deutscher der beste Tennis-Spieler eines Jahres sein.

Die Führung in der Weltrangliste ist keine Eintagsfliege wie ein Turniersieg, sondern das Resultat jahrelanger oder eher jahrzehntelanger harter Arbeit. Seine Fitness ist der Beleg dafür.

Und dennoch genießt Zverev nicht die Anerkennung, die er aufgrund seiner Leistungen verdient hätte oder die ein Boris Becker in seiner aktiven Zeit genossen hatte.

Ein britischer Tennis-Journalist schrieb gar: „Alexander Zverev gewinnt zwei Majors und wird Nummer eins der Welt, ohne dass er Carlos Alcaraz, Jannik Sinner oder Novak Djokovic einmal geschlagen hätte. Das ist lachhaft.“ Auch US-Legende und ESPN-Experte John McEnroe wollte nach Zverevs Triumph bei den US Open nicht gratulieren und schrieb bloß: „Carlos und Jannik, werdet schnell wieder gesund.“

Der Erfolgsfaktor

Vielleicht sollte den Herren in Erinnerung gerufen werden, was es braucht, um Nummer eins der Welt zu werden. Es geht nicht um die spektakulärsten Punkte in einer Partie. Es geht nicht darum, einmal ein großes Turnier zu gewinnen. Es geht darum, über einen langen Zeitraum der Beste der Welt zu sein. Und dafür muss man auch über einen langen Zeitraum fit sein.

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Alexander Zverev hat genau das geschafft. Er gewann 2026 die French Open sowie die US Open und er ist auch am Ende der Tennis-Saison beachtlich fit. Seine Konkurrenten Carlos Alcaraz und Jannik Sinner mussten und müssen aufgrund von Handgelenksproblemen und einer chronischen Bänderentzündung monatelang pausieren.

Zverev blieb nicht nur von Verletzungen verschont, er spielt 2026 das beste Tennis in seiner Karriere. Trotz seiner Erkrankung.

Er hat alle Zweifler eines Besseren belehrt. Das ist vielleicht noch mehr wert als der erste Platz in der Tennis-Weltrangliste.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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