
Nur sieben Punkte aus acht Spielen – zu wenig für die Austria. So viel haben sich die Veilchen nach der langen Pause vorgenommen. Und dann das: Gegen Sturm Graz setzte es eine 0:2-Heimniederlage, bei der die Veilchen spielerisch über weite Strecken wieder nicht überzeugen konnten. Erst gegen Ende wurde es besser, als Trainer Stephan Helm das System umstellte.
Der Pechvogel der Partie war ganz klar Reinhold Ranftl. Der Routinier verursachte den Elfmeter, der zum 0:2 führte, und vergab kurz vor Schluss auch noch eine Topchance. „Es tut mir leid für die Mannschaft“, sagte er sichtlich geknickt. Das Unheil nahm kurz nach der Pause seinen Lauf. Ranftl attackierte Sturms Diakite, der schon das 0:1 erzielt hatte, im Strafraum. Zunächst gab es Gelb für eine Schwalbe, nach VAR-Intervention aber Elfmeter.
Das ärgerte die Veilchen. „Ich kann nicht verstehen, dass sich da der VAR einschaltet. Wenn das ein Elfer ist, dann ist jede Berührung ein Foul“, schüttelte Helm den Kopf. Ranftl gab zu bedenken: „Das schaut am Video immer anders aus, als es sich live anfühlt.“ Der Verteidiger weiter: „Es wird ja mir immer vorgeworfen, dass ich leicht falle. Bin gespannt, was die Leute dazu sagen, wie leicht er fällt.“ Ausreden wollte er jedoch keine suchen. „Es war eine blöde Aktion von mir. Weil ich weiß, wie das in der Bundesliga gehandhabt wird.“
Pechvogel Ranftl
Später im Spiel brachte Ranftl den Ball aus wenigen Metern nicht im Tor unter – er hätte es noch einmal spannend machen können. Zwar wurde er leicht gestoßen, will aber auch hier keine Ausreden gelten lassen. „Ich muss den reinmachen. Es tut mir extrem leid, was da passiert ist und ich bin extrem niedergeschlagen.“
Seine Großchance vergab er in einer Phase, in der die Austria besser ins Spiel kam. Trainer Helm hatte nach dem 0:2 auf Viererkette umgestellt und einen zweiten Stürmer gebracht. Sehr zur Freude von Kapitän Manfred Fischer: „Das hat unserem Spiel gutgetan, weil wir vorne einen Spieler mehr gehabt haben.“
Ist die Viererkette also die Lösung aller Probleme der Austria? Muss man „nur“ das System umstellen, um in die Spur zu kommen? Trainer Helm winkt ab: „Das System verschwimmt während einer Partie oft. Viel wichtiger als die Formation ist das Verhalten der Spieler.“
Krise?
Nicht wegzudiskutieren ist, dass die Austria im Tabellenkeller feststeckt. Steckt sie auch in einer Krise? Kapitän Fischer: „Weiß ich nicht. Die Situation muss man aber sowieso akzeptieren. Die Frage ist nur: Was macht man draus?“ Ranftl weiß: „Es heißt punkten, denn im Fußball geht’s ums Gewinnen.
Weiter geht es am Samstag in Ried. Bis dahin müsse man „weiter beinhart arbeiten im Training“, forderte Helm. Auch er weiß: „Was die Leistungen betrifft, bewegt sich der Trend in die richtige Richtung. Aber die Ergebnisse fehlen.“ Was ihm auch klar ist, ist die Tatsache, dass die Luft für ihn immer dünner wird. Sportvorstand Tomas Zorn stellte sich im TV-Interview allerdings hinter ihn – zumindest noch: „Es fordert uns nicht auf, wild und unüberlegt zu handeln. Es gibt einen klaren Plan, an den halten wir uns.“ Es gelte jetzt „den Trainer und die Mannschaft …read more
Source:: Kurier.at – Sport



