Hotel-Magnat und Eishockey-Boss Falkensteiner: „Immer wieder aufstehen“

Sport

Mit dem Finaleinzug machte der HC Pustertal in der vergangenen Saison sportlich auf sich aufmerksam. Der Erfolg des Klubs aus Bruneck ist kein Zufall. Dahinter steht einer der erfolgreichsten Unternehmer der Region. HCP-Präsident Erich Falkensteiner ist Aufsichtsratsvorsitzender der gleichnamigen Hotelkette und auch bekannt aus der Investment-TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“. Vor dem Gastspiel der Pustertaler am Sonntag bei den Vienna Capitals erreichte der KURIER den 68-Jährigen ausgerechnet in einer Pause der Dreharbeiten zur Sendung.

KURIER: Wenn der Villacher SV zu Ihnen in die Show kommt, wäre der Klub ein gutes Investment?

Erich Falkensteiner: Das ist schwer zu vergleichen. In die Sendung kommen nur Start-ups. Der VSV ist ein Traditionsverein über viele Jahre. Er ist eine gute Marke. Die Frage ist jetzt, wie man es richtig macht, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Aber ich glaube daran, dass die Villacher das schaffen.

Es wurden viele Gespräche geführt, damit der VSV überhaupt starten konnte. Braucht der Verein ein Wunder oder einen Retter?

Nein, das glaube ich nicht. Der VSV braucht gute Entscheidungen. Ich kenne die Details nicht genau, aber ich werde das in den nächsten Tagen wahrscheinlich vom neuen Geschäftsführer hören. Grundsätzlich ist es machbar, wenn man die richtigen Schlüsse zieht.

Es gibt österreichische Klubs, die der Internationalisierung kritisch gegenüberstehen, weil die Kosten explodieren. Wie halten Sie da dagegen?

Die Kosten galoppieren in den italienischen, slowenischen und ungarischen Vereinen genauso. Das Problem haben wir alle momentan. Wir müssen überlegen, was wir für die Zukunft besser machen können, auch im Marketing. Die Liga ist grundsätzlich eine gute Geschichte. Wir sitzen alle im gleichen Boot und müssen gemeinsam rudern, mit dem Ziel, profitable Vereine zu haben.

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Sie waren ein Befürworter der Aufnahme des HC Milano. Wie kann die Liga insgesamt davon profitieren?

Ich war überrascht, dass es sportlich so gut läuft. Dass sie uns italienischen Vereinen Spieler wegnehmen können, muss man sportlich sehen. Mir ist lieber, Mailand spielt eine gute Meisterschaft, dann kommen bei mir auch mehr Leute. Wirtschaftlich glaube ich, dass Mailand gut ist, um Sponsoren zu gewinnen. Unterschätzen Sie nicht die Sichtbarkeit in Italien – mit Mailand haben wir da mehr Chancen als mit Pustertal.

Der HC Pustertal wurde in kurzer Zeit zum Vorzeigeklub und kam 2026 gar ins Finale der ICE Hockey League. War die neue Arena ein wichtiger Faktor?

Absolut. Es gibt drei Faktoren: Erstens die Entscheidung, in die Liga zu gehen – wir wären wahrscheinlich nicht reingekommen, wenn wir die neue Halle nicht gehabt hätten. Zweitens wurden Schritte richtig gemacht; ich sehe den HC Pustertal wie ein sportliches Unternehmen. Wir haben immer gesagt: Struktur, Struktur, Struktur. Wir müssen im Marketing und im Organisatorischen vorne dabei sein. Dass es sportlich gut läuft, hat vielleicht auch mit ein paar guten Entscheidungen zu tun.

Der HC Pustertal war Vizemeister. Ist es schwieriger, das Niveau zu halten, als einmal dorthin zu kommen? Das ist auf jeden Fall so. Unser Ziel ist es, wieder in die Play-offs zu kommen. Wenn man Zweiter war, möchte man wieder ins Halbfinale. Aber Sie wissen, dass viel mehr dazugehört – auch Glück und Verletzungsfreiheit. Was wir aber …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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