
„Ich würde gerne am 27. November zur ROMY kommen“, sagt Marko Arnautović. Aber ob ihm sein Klub Roter Stern Belgrad vor einem Meisterschaftsspiel freigibt, ist fraglich. „Sonst muss halt Sarah alle in den Schatten stellen, ich habe das oft genug gemacht.“ Sarah Arnautović wäre es lieber, wenn ihr Ehemann bei der Gala in Kitzbühel dabei wäre: „Er macht sich nicht so viel Gedanken, wie er rüberkommt, während ich bei so etwas zu viel nachdenke.“
In „Team Arnautovic“ (Puls 4/Joyn) zeigt sie aber keinerlei Schüchternheit. In der Reality-Show absolviert und kommentiert die Deutsche souverän den Alltag in Bologna, wo sie mit den beiden Töchtern Emilia und Alicia lebt, die sich dort ein ideales Umfeld für ihre Reitsportkarrieren aufgebaut haben. Papa Marko ist längst von Italien nach Serbien weitergezogen, um dort die Fußballschuhe zu schnüren. Die seltenen Zusammenkünfte sind in der Serie stets spezielle Momente.
Feiertag und Reality-TV
Ein besonderer Sportmoment ist es, für den Marko Arnautović in Kombination mit den Reality-TV-Auftritten seine erste ROMY-Nominierung einstreifte. Nämlich die für ihn typische, freche Forderung an den Bundespräsidenten, den Tag der WM-Qualifikation zu einem Feiertag zu erklären. Van der Bellen griff das Ping-Pong via Social Media gerne auf. Letztstand: Er hat sich das WM-Finale 2030 als möglichen Termin für den Jubeltag eingetragen. „Da werde ich nicht mehr dabei sein“, sagt Marko. „Es muss jetzt jemand anderer zu ihm gehen und verhandeln.“ Und im Ernst: „Es ist mir klar, dass man nicht einfach einen Feiertag einschieben kann, nur weil wir uns für die WM qualifiziert haben.“
„Das wurde aber relativ ernst genommen“, sagt Sarah.
Wir erreichen die beiden per Video-Call in Griechenland. Möglich gemacht hat diesen Urlaub die Länderspielpause aufgrund der Nations-League-Spiele. „Jetzt werden mich bestimmt ganz viele verfluchen“, sagt Sarah, „aber ich war öfter ein bisschen müde vom Nationalteam, weil wir sehr oft auf den Marko verzichten mussten. Aber jetzt, wo die anderen Spieler von Roter Stern bei ihren Nationalteams sind, konnte er endlich seit Langem wieder mit den Kindern Zeit verbringen und mit mir ein bisschen Zweisamkeit haben. Und das ist schön. Ich verstehe schon: Es ist eine Ehre, fürs Nationalteam zu spielen, aber die Familie musste dafür ordentlich zurückstecken. Wir reden von der gesamten Kindheit unserer Töchter.“
Die Entscheidung habe er nicht allein getroffen, sagt der Rekordtorschütze: „Ich habe natürlich mit Sarah gesprochen. Sie hat schon nach der EM gefragt: ,War’s das jetzt?‘ Das war schon eine kleine Überlegung damals. Aber für mich war wichtig, mit Österreich alles gespielt zu haben. Und überall dort, wo wir Geschichte geschrieben haben, war ich dabei.“ Direkt nach dem letzten WM-Spiel gegen Spanien habe er sich gedacht: „Jetzt ist der Moment aufzuhören. Nicht weil ich nicht fit bin. Journalisten haben oft gefragt, ob der Arnautović noch kann. Ja, Arnautović kann noch, ohne Probleme. Ich weiß nicht, ob die Leute das wissen: Egal, wie angeschlagen ich war – ich bin immer zum Nationalteam gefahren.“
Ein Unfall
Der Familienalltag hat sich zuletzt durch einen schweren Unfall der älteren Tochter Emilia auf dem Reitparcours verkompliziert. Obwohl sie auf Krücken angewiesen war, flog sie mit in die USA …read more
Source:: Kurier.at – Kultur



