
Der Einstieg hatte sich schon abgezeichnet, am Mittwoch wurde er fixiert. Die AUA-Mutter Lufthansa gewinnt das Bieterrennen um die portugiesische Fluggesellschaft TAP und erwirbt für 1,2 Milliarden Euro 44,9 Prozent an der staatlichen Airline.
Die Deutschen setzten sich damit gegen den Rivalen Air France-KLM durch, die den Kaufpreis teils mit Aktien finanzieren wollten, was nicht im Sinne der Regierung war. Das Angebot der Lufthansa sei auch um 16 Prozent höher gewesen als jenes von Air France-KLM, sagte Portugals Ministerpräsident Luis Montenegro bei der Bekanntgabe des Deals.
Verstaatlichung während der Corona-Zeit
Portugal re-verstaatlichte die Fluggesellschaft während der Corona-Krise 2020 und entschloss sich im Sommer 2025 zu einer neuerlichen Teilprivatisierung. Nach Ansicht der portugiesischen Regierung muss die Fluggesellschaft Teil eines Luftfahrtkonzerns werden, da EU-Beihilferegeln weitere staatliche Hilfen verbieten. Lufthansa und Air France-KLM bewarben sich im September, mussten auf Druck der Regierung aber ihre Offerte nachbessern.
Interessante Flugverbindungen
Für die Lufthansa sind vor allem die Flugverbindungen nach Lateinamerika interessant, insbesondere nach Brasilien. TAP ist auch wegen ihrer Flugverbindungen in das portugiesischsprachige Afrika und in die USA attraktiv. Der Flughafen Lissabon soll weiters als Drehkreuz gestärkt werden und die nationale Identität der Airline TAP wie bei anderen Töchtern der Gruppe gewahrt bleiben.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



