
Leere Regale, volle Mülleimer: Hunderte Supermärkte in Frankreich mussten nach der Nacht auf Montag sämtliche Kühl- und Tiefkühllebensmittel wegwerfen. Grund war ein Cyberangriff, bei dem Hacker die Kühlanlagen in den Auftaumodus geschaltet hatten – und sie bis zu 50 Grad Celsius erhitzten. Die Pariser Staatsanwaltschaft spricht von einem „großangelegten“ Angriff. Als Ursache wurde eine Sicherheitslücke in der Software des dänischen Unternehmens Danfoss identifiziert. Auch weitere EU-Staaten sind betroffen.
Wie reagiert Österreich? Ist man für auf ein vergleichbares Szenario gewappnet? Hierzulande ist das Cyber Security Center (CSC) der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) für Cyberangriffe zuständig, die zum Beispiel verfassungsmäßige Einrichtungen, kritische Infrastrukturen und internationale Organisationen betreffen.
„Dort sind regelmäßig (wie auch in anderen Bereichen) Angriffe – wie unter anderem DDoS-Angriffe, Phishing und Spear-Phishing – zu beobachten“, heißt es aus dem Innenministerium (BMI) zum KURIER. Die Bundesregierung habe in den letzten Jahren jedenfalls unterschiedliche Maßnahmen im Bereich der Cybersicherheit gesetzt. So wurde die nationale Cyber-Sicherheitsstrategie zuletzt 2021 aktualisiert. Auch im BMI gebe es laufende Projekte.
„Aktualisierung der unternehmenseigenen Maßnahmen“
Gleichzeitig verweist das Ressort von Minister Gerhard Karner (ÖVP) auf die Verantwortung der Betriebe: „Trotz Bemühungen auf unterschiedlichen Ebenen und verschiedener Maßnahmen bleibt die Bedrohung durch Cyberangriffe hoch. Unternehmen und Behörden müssen weiterhin in ihre IT-Sicherheit investieren und sich gegen potenzielle Angriffe schützen.“ Schnelle technologische Entwicklungen, etwa im KI-Bereich, würden eine „kontinuierliche Überprüfung und Aktualisierung der unternehmenseigenen Sicherheitsmaßnahmen“ erfordern.
Die DSN führe regelmäßig Kontaktgespräche, Beratungen sowie Beantwortungen von Anfragen durch kritische Infrastrukturen durch. Auch Sensibilisierungsschreiben und Maßnahmenempfehlungen seien wichtiger Bestandteil der Präventions- und Sensibilisierungsarbeit.
Source:: Kurier.at – Politik



