Chancenlos im Europacup: Warum es für Österreichs Klubs noch härter wird

Sport

3:6, 0:4, 0:3. Auf den ersten Blick war die Europacupwoche für Österreichs Klubs eine zum Vergessen. Doch wer noch einmal hinsieht, findet ein relativiertes Bild. Die Gegner waren Liverpool, AC Milan und Bournemouth, das nicht nur ein wunderschöner Badeort im Süden Englands ist, sondern auch fruchtbarer Boden für guten Fußball. Der Klub hat die Premier League auf Platz sechs beendet – vor Chelsea, Tottenham und Newcastle –, und sein Kader hat einen deutlich höheren Marktwert als alle zwölf österreichischen Bundesligaklubs zusammen.

In Wahrheit muss man Sturm gratulieren. Ein 0:6 hätte die wirtschaftlichen Verhältnisse viel ehrlicher abgebildet als das 0:3. Geld schießt Tore, und die österreichischen Klubs werden künftig noch mehr davon kassieren, wenn sie nicht bald ihre Strategie überdenken. Und damit ist nicht die Diskussion gemeint, ob sich die sportliche Lücke mit aggressivem Pressing oder Ballbesitz eher schließen lässt (es braucht sowieso beides).

Die Diskussion muss ein paar Ebenen höher geführt werden und sich darum drehen, ob man Investoren Tür und Tor öffnen sollte. Folgende These ist deshalb gar nicht so gewagt: Bleibt die 50+1-Regel bestehen und behalten die Klubs damit die Mehrheit über ihre Kapitalgesellschaften, werden große Geldgeber weiterhin einen Bogen machen um Österreich. Als Erfolg gelten wird dann schon bald eine Teilnahme am Europacup.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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