Strompreis: Netzentgelte sollen 2027 um 3,6 Prozent sinken

Wirtschaft

Am Donnerstag ist die neue Tarife-Verordnung (SN-T-V) in Begutachtung gegangen. Wie der Strom- und Gasregulator E-Control mitteilt, werden darin die neuen Netzentgelte für Stromkunden aufgelistet, die ab Jänner 2027 gelten sollen. Das Tarifsystem wurde unlängst mit der Systemnutzungsentgelte-Grundsatzverordnung (SNE-G-V) stark überarbeitet. Durchschnittliche Haushaltskunden sollten davon profitieren.

Mehr Fokus auf Leistung und Flexibilität

Die Höhe der Stromnetzentgelte wird künftig viel stärker von Leistung und Flexibilität bestimmt. Haushalte, die es schaffen, Leistungsspitzen – etwa durch den gleichzeitigen Betrieb mehrerer großer Verbraucher – zu vermeiden, zahlen künftig weniger. Ebenso wird belohnt, wenn man Netzbetreibern erlaubt, die eigene Leistung zu täglichen Spitzenzeiten zu reduzieren. Um den Wechsel vom bisherigen auf das neue System zu vereinfachen, wird es eine Übergangsfrist geben, die von Netzbetreiber zu Netzbetreiber variieren kann.

15 bis 24 Euro weniger pro Jahr zahlen

Solange die Leistung noch nicht stärker berücksichtigt wird, sollten Kunden im kommenden Jahr im Schnitt um 3,6 Prozent weniger zahlen. Das entspreche laut E-Control einer Entlastung von 15 Euro pro Jahr. Mit Leistungsmessung seien noch stärkere Reduktionen für durchschnittliche Haushaltskunden zu erwarten. Sie sollen dann um 5,7 Prozent weniger für Netzentgelte zahlen bzw. um 24 Euro weniger pro Jahr.

In NÖ sinken Netzentgelte am stärksten

Wie bei Netzentgelten üblich, hängt die genaue Anpassung vom eigenen Wohnort ab. Die größte Reduktion 2027 können laut dem SN-T-V-Entwurf Kunden in Niederösterreich erwarten. Ihre Stromnetzentgelte sollen im kommenden Jahr um 15,9 Prozent sinken. In Vorarlberg soll es eine Reduktion um 11,2 Prozent geben, in Salzburg um 10,3 Prozent. In Wien fällt die Reduktion mit 5 Prozent moderater aus, im Burgenland wird es voraussichtlich einen Anstieg um 1,6 Prozent geben. Noch stärker wird der Anstieg in Kärnten (4,7 Prozent), Linz (5,7 Prozent) und Graz (7,4 Prozent) ausfallen.

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Die endgültige Höhe der Netzentgelte für 2027 wird man erst gegen Jahresende erfahren. Die Begutachtung der neuen Systemnutzungsentgelte läuft bis 20. November 2026.

Netzentgelte bei Gas sollten um 7 Prozent steigen

Im Gasbereich zeichnet sich für Haushalte österreichweit ein durchschnittlicher Anstieg der Netzentgelte um rund sieben Prozent ab, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Ausschlaggebend sind insbesondere sinkende Gasabsatzmengen und rückläufige Transitmengen. Da ein großer Teil der Infrastrukturkosten unabhängig von der transportierten Gasmenge anfällt, verteilen sich diese auf einen immer geringeren Verbrauch.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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