
Wenn draußen die Temperaturen sinken, wird das Zuhause zum Rückzugsort: warme Böden, eine Tasse Tee, gedämpftes Licht – und am liebsten eine Raumtemperatur, bei der man die Wollsocken wieder ausziehen kann. Doch für ein behagliches Zuhause reicht es nicht, einfach die Heizung aufzudrehen. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Wärme und Luftfeuchtigkeit. Denn zu trockene Raumluft kann ebenso unangenehm sein wie ein Zuviel an Feuchtigkeit. Und die entsteht im Alltag schneller, als man denkt.
Beim Duschen, Kochen, Wäschewaschen und sogar beim Schlafen gelangt Wasserdampf in die Raumluft. Wird er nicht regelmäßig abgeführt, verändert sich das Raumklima. Besonders kritisch wird es an kalten Oberflächen: Kühlt warme, feuchte Luft an Fenstern oder Außenwänden ab, kann Wasser kondensieren – langfristig eine ideale Voraussetzung für Schimmel. Deshalb gehört richtiges Lüften genauso zum Heizen wie das Einstellen der Raumtemperatur. Statt Fenster stundenlang zu kippen, ist kurzes, kräftiges Stoß- oder Querlüften effektiver. Nach dem Duschen oder Kochen sollte der Wasserdampf möglichst direkt nach draußen entweichen.
Temperaturunterschiede vermeiden
Auch beim Heizen gilt: Weniger ist nicht automatisch besser. Wer einzelne Räume stark auskühlen lässt, schafft größere Temperaturunterschiede und damit ungünstige Bedingungen für die Luftfeuchtigkeit. Gerade wenig genutzte Räume sollten deshalb nicht völlig kalt werden. Umgekehrt muss man die Wohnung nicht überheizen. Ein angenehmes Raumklima entsteht immer dort, wo Wärme und Feuchtigkeit im Gleichgewicht bleiben. Wie es um dieses Gleichgewicht steht, lässt sich einfach feststellen: Ein kleines Hygrometer macht sichtbar, was man sonst nur als „gute“ oder „schlechte“ Luft wahrnimmt. So lässt sich das eigene Heiz- und Lüftungsverhalten gezielt anpassen, statt ständig am Thermostat zu drehen.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



