Von Berlin nach Hollywood: Elke Sommer ist tot

Kultur

Sie hat mit Stars wie Paul Newman, Kirk Douglas und Peter Sellers gedreht. Elke Sommer hat in den frühen 60er-Jahren von Deutschland aus Hollywood erobert. Nun ist die Schauspielerin kurz vor ihrem 86. Geburtstag in ihrem Zuhause in Bel Air in Los Angeles gestorben, wie die „Bild“-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf den engsten Freundeskreis berichtete.

Geboren wurde sie am 5. November 1940 als Elke Schletz in Berlin. Ihr Vater war evangelischer Pfarrer. 1942 suchte die Familie während des Krieges nahe Erlangen Unterschlupf. Als Elke und Mama Renata nach dem Krieg einen Kurzurlaub im italienischen Viareggio machten, gewinnt sie eine Miss-Wahl. Ein italienischer Regisseur sieht ihr Bild in der Zeitung, verpflichtet sie für den Film, sie nennt sich fortan Sommer (weil die Italiener Schletz nicht aussprechen können und „Sklutz“ sagen) und schafft den Sprung nach Hollywood.

Ein Star der Sixties

In ihrer großen Zeit Ende der 50er- und Anfang der 60er-Jahre wurde Sommer zum Inbegriff der blonden, aber nicht verruchten und irgendwie deutschen Sexbombe – ein internationaler Star. 1964 gewann sie einen Golden Globe für ihre Rolle in „Der Preis“. Sommer spielte dort die Schönheit an der Seite von Paul Newman. Karl-May-Fans dürfte sie bis heute mit ihrer Rolle in „Unter Geiern“ (1964) als unerschrockene deutsche Farmerstochter Annie in Erinnerung geblieben sein. In den folgenden Jahrzehnten drehte sie zahlreiche Filme, wirkte in Fernsehserien mit, verschwand aber von der ganz großen Bühne.

Zuletzt hatte die einstige Ikone viel von ihrem Lebensmut eingebüßt. „Genug ist genug – ich sehne den Tod herbei“, sagte sie im Vorjahr rund um ihren 85er. Sie sei immer lebenslustig gewesen, habe zuletzt aber viel Schlechtes erlebt durch Krankheiten“, ließ sie wissen. „Der liebe Gott soll mich nehmen, wenn mein Mann mich nicht mehr braucht“, meinte sie damals. Im Juli verstarb Ehemann Wolf Walther. Nun folgte ihm Sommer nach.

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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