„War hart für uns“: Kühbauer nach LASK-Sieg im Wellenbad der Gefühle

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Es war ein Fußballabend, der den Fans des LASK und auch des SV Ried wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Im Achtelfinale des ÖFB-Cups schien die Partie für die Linzer gegen die Innviertler bereits verloren, ehe sie sich nach einem 1:3-Rückstand ab der 84. Minute mit einer beeindruckenden Aufholjagd zurückkämpften und sich in die Verlängerung retteten.

Dort machten die Linzer mit einem 5:4-Erfolg den Einzug ins Cup-Viertelfinale perfekt. „Es war ein Cupfight, so wie ihn die Leute sehen wollen“, sagte LASK-Trainer Dietmar Kühbauer nach dem Spiel.

Dabei hatte die Partie vor 13.901 Zuschauern in der Raiffeisen Arena zunächst ganz nach dem Geschmack der Hausherren begonnen. Der LASK setzte die Rieder früh unter Druck, ließ jedoch zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt. Die Gäste zeigten sich dagegen eiskalt. Yusuf Maart brachte Ried kurz vor der Pause in Führung (37.), Isaac Kiese Thelin erhöhte unmittelbar nach Wiederanpfiff auf 2:0 (48.). Zwar verkürzte Joao Tornich per Kopf (51.), doch Maarts zweiter Treffer zum 3:1 nach 76 Minuten schien die Linzer endgültig ins Cup-Aus zu befördern. „Das war schon hart für uns“, räumte Kühbauer ein.

Die Linzer gaben sich dennoch nicht geschlagen. Der eingewechselte Robert Ljubicic verkürzte in der Schlussphase (84.). „Man hat gemerkt, dass die Mannschaft da an etwas glaubt“, sagte Kühbauer. In der Nachspielzeit erzielte Mbuyamba mit einem „Tausendguldenschuss“, wie der LASK-Trainer später sagte, den Ausgleich zum 3:3 (90+3.) und gestand: „In der Nachspielzeit habe ich gewusst, dass wir das Spiel gewinnen werden.“

In der Verlängerung belohnten sich die Hausherren schließlich für ihre Mentalität. Moses Usor brachte den LASK in der 111. Minute erstmals in Führung, Samuel Adeniran erhöhte kurz vor dem Ende auf 5:3 (120.). Der späte Anschlusstreffer von Philipp Pomer (120+2.) änderte nichts mehr am Aufstieg ins Viertelfinale.

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Ein Sieg für den Kopf, ein bitteres Aus

Kühbauer zeigte sich nach dem Kraftakt erleichtert: „Wir haben nie aufgegeben. Es war ein Sieg der Leidenschaft, ein Sieg der Arbeit.“ Auch Kapitän Sascha Horváth betonte die Bedeutung des Erfolgs: „Wenn du heute das Spiel verlierst, nach den letzten Wochen, dann ist es sehr schwer für den Kopf.“ Gleichzeitig mahnte er zur Selbstkritik: „Diese leichten Fehler, die wir derzeit drinnen haben, mit dem Ball oder auch gegen den Ball, musst du einfach abstellen, weil so kann dich jeder bestrafen.“

Auf Rieder Seite überwog die Enttäuschung: „Es tut extrem weh, weil vor allem bis zur 84. Minute führst du 3:1 und dann bekommst du zwei Tore, die schon vermeidbar waren, wobei das dritte Tor dann trifft er als Innenverteidiger wahrscheinlich einmal“, sagte Ried-Spieler Stefan Schwab. Trainer Mario Despotovic fand deutliche Worte: „80 Minuten haben wir eigentlich gut und abgezockt gespielt.“ Am Ende sei das Spiel für einen Sieg „30 Sekunden zu lang“ gewesen.

Für den LASK lebt damit der Traum von der Titelverteidigung weiter. Die Kräfte sind nach 120 intensiven Minuten zwar aufgebraucht, doch viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Am Samstag wartet mit der WSG Tirol die nächste Bundesliga-Aufgabe, ehe am kommenden Dienstag Slovan Bratislava in der Champions League gastiert.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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