Cari Cari haben die Pandemie-Zeit auf „Kookoo Island“ genossen

Kultur

Eskapismus und aufbauende Sounds prägen „Welcome To Kookoo Island“, das neue Album des Indie-Pop-Duos

Es ist keine Karibikinsel mit weißem Pulversandstrand und türkisblauem Wasser. Vielleicht liegt Kookoo Island in Mörbisch am Neusiedler See. Aber eigentlich existiert diese Insel, die dem zweiten Cari-Cari-Album den Titel gibt, nur in den Köpfen des Indie-Pop-Duos. Sie ist die heile Fantasiewelt, in die Stefanie Widmer und Alexander Köck während der Pandemie eingetaucht sind.

„Wir haben unser Studio in Mörbisch eine Minute vom Wald und fünf vom See entfernt“, erklärt Köck, warum Cari Cari ihr zweites Album „Welcome To Kookoo Island“ getauft haben. „Dort haben wir an diesen Songs gearbeitet, gekocht und sind am Abend zum See gegangen. Um uns herum hat die Welt verrückt gespielt, aber uns ging es super. Deshalb haben wir uns manchmal gefragt, ob wirklich die Welt verrückt ist, oder wir es auf unserer Insel der Seligen sind. Weil das Wort ,kookoo’ im Englischen für verrückt steht und sich all diese Songs um Eskapismus und das Abtauchen in eine andere Welt drehen, passte der Titel.“

Dementsprechend liefern Cari Cari mit „Welcome To Kookoo Island“ ein Album, das den wiederkennbaren Sound des Debüts weiterführt, Elemente aus Rock, Electro und Psychedelic verbindet, häufig tanzbar und immer aufbauend ist und nie auf einnehmende Melodien verzichtet.

Ein weiterer Grund für die positive Grundstimmung der Songs war, dass Cari Cari keinen Zeitdruck hatten. Ein Zustand, den Köck und Widmer, die sich um alle grafischen Band-Angelegenheiten und die Videos kümmert, seit der Veröffentlichung des Debüt-Albums „Anaana“ 2018 nicht hatten. Mit ihrem Sound, der auch exotische Instrumente wie Didgeridoo inkludiert, wurden die beiden schnell in den USA und ganz Europa bekannt. Auf der gerade gestarteten Tour zum zweiten Album bringen sie die Botschaft von „Welcome To Kookoo Island“, alles loszulassen, was man nicht ändern kann, sogar nach Ägypten.

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„Wir wissen natürlich, was um uns herum vorgeht, und finden das auch furchterregend“, sagt Köck. „Aber weil wir das Gefühl hatten, dass andere in ihrer Musik gerade zur Genüge all die Missstände aufgreifen, wollten wir eine Alternative schaffen, sagen, so kann es auch sein. Denn wenn man das Gefühl hat, es gibt keine Alternative zum derzeitigen System, wird sich nichts ändern. Früher haben sie auch gesagt, es gibt keine Alternative zu Monarchien, wie soll Demokratie funktionieren, das klappt nie. Dann hat es jemand vorgemacht, es hat in Amerika funktioniert, und man konnte die Alternative nicht mehr zurückhalten.“

 

CARI CARI AUF TOUR

30. 9.    Dornbirn/Conrad Sohm

1. 10.    Kufstein/Kultur Quartier

5. 10.    Linz/Posthof

6. 10.    Graz/Orpheum

11. 10.   Salzburg/Rockhouse

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Source:: Kurier.at – Kultur

      

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